Das Neujahrstreffen der FPÖ findet dieses Jahr in Salzburg statt. Erfreulicherweise gibt es diesmal eine antifaschistische Gegendemonstration!

Samstag, 21. Jänner 2012, 11:00
Treffpunkt: Salzburg, Neue Mitte Lehen, Schumacherstr.
Anschließend Demonstrationszug zur Salzburgarena.
Event: http://facebook.com/events/203697466380023

Die “Neue Mitte Lehen” findet sich bei der Stadt:Bibliothek Salzburg, Schumacherstraße 14:
http://maps.google.com/maps/place?hl=en&cid=16876063998851885923&ved=0CBgQjAVIAA&sa=X&ei=Lk8TT5jdCNm4_AaL8byPCw

Anreise aus OÖ: Rechtzeitig zur Demo mit dem ÖBB OIC 860:
Abfahrten: Steyr 8:47, Linz 9:32, Wels 9:45, Vöcklabruck 10:07.
Dann zur Station “Schule Lehen”, O-Bus 1 Richtung Salzburgarena/Messe.

Gegendemo 2006 in Wels: Erwähnt werden soll hier auch, dass vor 6 Jahren in der Messe Wels ebenfalls eine Gegendemo stattfand. Es war in den 2000er-Jahren die erste AntiFa-Demo in Wels, noch lange vor “Wieser verhindern”…
“Sonntag, der 15. Jänner 2006, halb 10 Uhr morgens, in Wels: Etwa 50 AntifaschistInnen der SJ Wels, der SJ Stadl-Paura/Lambach, des alevitischen Kulturvereins und der ATIGF trotzten fast 2 Stunden der klirrenden Kälte und lieferten WC Strache und seiner FPÖ beim “Neujahrsempfang” einen lautstarken Empfang.” http://roteswels.at/?m=200601

Infos der FPÖ selbst: Salzburgarena: Neujahrstreffen mit HC Strache!
ab 11 Uhr mit der John Otti Band, ab 13:15 Uhr Rede von HC Strache
http://facebook.com/events/333254333369915
http://www.fpoe.at/spezialseiten/termine-detailansicht/?eventID=1739&cHash=2414afdd7d4c60074e2fa9a4a1423903

Offener Protestbrief gegen das FPÖ-Neujahrstreffen in der Salzburgarena:

An: Henrik Häcker (Geschäftsführer des Messezentrum Salzburg)
Petra Pienert (Leiterin Gastveranstaltungen)
Heinz Schaden (Aufsichtsratsvorsitzender; Bürgermeister der Stadt Salzburg)

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wie wir erfahren haben, findet am 21.01.2012 das Neujahrstreffen der Freiheitlichen Partei in der Salzburgarena statt.

Wir, die Unterzeichnenden, protestieren auf das Entschiedenste gegen die Abhaltung dieser Veranstaltung! Das Neujahrstreffen ist eine der wichtigsten Veranstaltungen für die FPÖ. In den vergangenen Jahren kam es immer zu rassistischen, antisemitischen, frauenverachtenden Aussagen und solchen, die nur knapp am Verbotsgesetz vorbeischrammten. Die braunen „Ausrutscher“ von Strache & Co. sind in dieser Partei längst alltäglich. Auch 2011 fielen FPÖlerInnen mit derartiger Rhetorik auf. Sei es der Vergleich von Abtreibung mit dem Massenmord durch den norwegischen Neonazi Anders Breivik im vergangenen Juli (NRAbg. Werner Königshofer), Kontakte von Mitarbeitern in die militante Neonaziszene und zu einschlägig-rechtsextremen Versandhäusern (NR-Präsident Martin Graf), bis hin zu einer Parlamentsrede, in der Menschen, die vor dem NS-Regime flüchten mussten indirekt als „Drückeberger“ bezeichnet wurden (NRAbg. Herbert Kickl).

Die Neujahrstreffen dienen der FPÖ zum „einpeitschen“ ihrer FunktionärInnen auf die Politik des kommenden Jahres. Auf der Tagesordnung steht nicht zuletzt menschenverachtende, rassistische Hetze. Auch Spitzen des europäischen Rechtsextremismus waren in der Vergangenheit bei diesen Treffen Gäste (etwa Filip Dewinter vom belgischen Vlaams Belang). Menschen werden aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexuellen Orientierung diskriminiert und angegriffen. Beim Neujahrstreffen 2011 behauptete Strache, die „nachsichtige Ausländerpolitik“ wäre Grund für den Tod eines 3-Jährigen. Daraufhin wurde aus dem Publikum die Todesstrafe für den aus Serbien stammenden Täter gefordert.
2009 kam es anlässlich einer FPÖ-Hetzveranstaltung zu gewalttätigen Übergriffen von FPÖ-AnhängerInnen auf friedliche GegendemonstrantInnen. Auch die Ereignisse in der Nacht von 17. auf 18. Dezember 2011, bei denen ein 40-Jähriger auf einer Weihnachtsfeier von Straches Bodyguard krankenhausreif geprügelt wurde, zeigen, wie die FPÖ und ihre AnhängerInnen in brutaler Art und Weise gegen KritikerInnen vorgehen.

Geben Sie der rassistischen Hetze keinen Raum! Der Ruf Ihres Hauses würde darunter leiden, wenn es als Raum für Rassismus und Hassreden genützt werden würde. Wir fordern Sie daher auf, der FPÖ die Türe zu weisen und die Veranstaltung am 21. Jänner 2012 abzusagen!

Seien Sie versichert, dass, wenn das Neujahrstreffen trotz allem stattfinden sollte, es mit Sicherheit zu entschiedenen, friedlichen und lautstarken Protestaktionen kommen wird.

Liste der UnterzeichnerInnen bzw. Bündnis-UnterstützerInnen:
Antifa-S
Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS)
GPA-djp-Jugend
Gewerkschaftlicher Linksblock – Salzburg (GLB)
Grüne & Alternative Student_innen (GRAS)
Infoladen Salzburg
Internationaler Arbeiterverein
Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen – Jugend (FSG-Jugend)
Junge SozialdemokratInnen und SozialistInnen – Salzburg (Jusos)
Kommunistische Jugend Österreich (KJÖ)
Kommunistische Partei Österreich – Salzburg (KPÖ)
Kommunistischer StudentInnenverband (KSV)
Kurdischer Kulturverein
KZ-Verband – Salzburg
Österreichische HochschülerInnenschaft Salzburg (ÖH)
Sozialistische Jugend Österreich (SJ)
Sozialistische LinksPartei (SLP)
SUB-Salzburg
Verband Sozialistischer StudentInnen Österreichs Salzburg (VSSTÖ)

Ein weiterer Mobilisierungstext der Antifa-Salzburg:
http://antifasalzburg.wordpress.com/2011/12/29/die-fpo-soll-der-blitz-beim-scheisen-treffen
http://facebook.com/pages/Antifa-Salzburg/192383744116950

Protestbrief auf der Seite der ÖH Salzburg:
http://www.oeh-salzburg.at/cms/politik-die-wirkt/news/detailansicht/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=264&cHash=82323bb8b84bce8c058e2b1505e15310