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Der schon monatelange Postenschacher rund um den neuen Welser Magistratsdirekor ist auch aus antifaschistischer Sicht brisant, denn Blau-schwarz will offenbar einen deutschnationalen schlagenden Burschenschafter durchsetzen!
Die SJ Wels und der Infoladen haben dazu Texte veröffentlicht.

Doch zuerst ein Appell aus dem “öö. Antifa-Netzwerk-Info”:
“Für die zahlreichen Organisationen der Zivilgesellschaft in Wels ist es allerhöchste Zeit, aufzuwachen und in einem breiten Bündnis den Kampf gegen die drohende blau-schwarze Machtübernahme zu beginnen – aus demokratisch-antifaschistischen Motiven und auch weil sich unschwer vorhersagen lässt wie die Finanzierung fortschrittlicher Kultur-, Sozial-, Integrations- und Entwicklungsprojekte unter einem FPÖ-Bürgermeister aussehen würde.
Aktionen nach der Wahl kommen mit Sicherheit zu spät.”

• Linkes Plenum zum Thema Blau-Schwarz am 5. Februar um 16:00 bei der Didf, Plobergerstr. 7 Wels: http://facebook.com/events/246356092105710
• Demo gegen den “Burschenbundball” am 11. Februar 18:00, Hauptplatz Linz:
http://wp.welsgegenrechts.at/2012/01/30

PA: FPÖVP-Wels Burschenschafter-Kandidat stoppen!
Utl.: SJ an SPÖ: Nur Demokratie im Magistrat ist Ausweg aus blauschwarzem Postenschacher beim Magistratsdirektor! (…)

“Es besteht also die Befürchtung, dass es demnächst unter der FPÖ im Magistrat so ‘geschmiert’ laufen soll, wie unter Grasser und co.”, so der SJ-Vorsitzende,
“In Richtung ÖVP muss man fragen: Wieso forcieren sie einen Deutschnationalen, während sogar ÖVP-Chef Spindelegger auf Distanz zu den ‘neuen Juden’ vom WKR-Ball geht!”

(…) darf die SPÖ nicht immer weiter nach rechts abdriften. Hierzu die SJ: “Mit Forderungen wie ‘Für eine Polizeiinspektion im Stadtteil Noitzmühle’, verstärkt man leider das irreale rassistische Gefühl von vielen, dass ‘Ausländerviertel’ ein ‘Sicherheitsproblem’ sind. Davon kann unglücklicherweise nur die FPÖ profitieren!”

Der weitere Text der Presseaussendung und alle Links zum Thema auf Homepage der SJ Wels: http://roteswels.at/?p=1588
Die Infos zum blau-schwarzen Kandidaten stammen aus folgendem Artikel:

Ein „Obergermane“ als Welser Magistratsdirektor?

“…die Corpsstudenten, die unter dem Schutze der akademischen Immunität einen Prügelterror ohnegleichen etablierten und bei jeder politischen Aktion auf Ruf und Pfiff militärisch organisiert aufmarschierten.
Zu so genannten ›Burschenschaften‹ gruppiert, zerschmissenen Gesichts, versoffen und brutal, beherrschten sie die Aula… mit harten, schweren Stöcken bewaffnet…; unablässig provozierend, hieben sie bald auf die slawischen, bald auf die jüdischen, bald auf die katholischen, die italienischen Studenten ein und trieben die Wehrlosen aus der Universität”

(Stefan Zweig über die deutschnationalen Burschenschafter)

Wels sucht einen neuen Magistratsdirektor. Nachdem ÖVP und FPÖ, die im Stadtsenat über die Mehrheit verfügen, alle für die SPÖ erträglichen KandidatInnen abgelehnt hatten, lohnt es sich einen Blick auf den gemeinsamen Favoriten der blau-schwarzen Allianz zu werfen: Peter Georg Franzmayr.
Der Sohn des Schwanenstädter FP-Stadtparteiobmanns hat schon eine feine Karriere hinter sich: Als in den Jahren der schwarz-blauen Bundesregierung sich eine wahre Amterlschwemme über deutschnationale und rechtsextreme Burschenschafter ergoss, war Franzmayr zur Stelle, dem Vernehmen nach mit wechselnden Aufgaben:

• Als “Leiter des Büros des Bundesministeriums für Justiz” laut Aktivenverzeichnis der Akademischen Burschenschaft Oberösterreicher Germanen zu Wien, November 2002.
• “In Hubert Gorbachs Kabinett gehören die Korporierten (…) Peter Franzmayer zum Vertrautenkreis. Von dort dürften die letzteren (…) nun auf beamtete Spitzenposten wechseln.”
http://profil.at/articles/0447/560/98462/fpoe-hieb
• “Zuerst im Kabinett Gorbach, später Leiter der extra geschaffenen neuen Sektion „Straße-Luft“ im Verkehrsministerium.”
http://falter.at/web/print/detail.php?id=347

Die meisten seiner ehemaligen Chefs aus der Zeit blauer Regierungsbeteiligung beschäftigen heute keine Mitarbeiter mehr, sondern vor allem die Gerichte – und so sieht sich auch Franzmayr nach einer neuen Betätigung um: In Wels, als Bewerber für die Aufgabe des Magistratsdirektors.

Eins zu erwähnen, hat er in seinem Bewerbungsschreiben vergessen: Seine Zugehörigkeit zu den „Oberösterreicher Germanen in Wien“, einer deutschnationalen, schlagenden Studentenverbindung. „Ehre, Freiheit, Vaterland“ ist deren Motto: Welches Vaterland gemeint ist, ist allerdings unklar.
Das „Colourband“ sowie das Bändchen auf den Kappen der Burschis ist nämlich schwarz-weiß-rot gehalten. Zuletzt fand diese Farbkombination im deutschsprachigen Raum Verwendung als „Reichsfarben“ des NS-Regimes! („Reichsflaggengesetz“ vom 15. September 1935)
Dieses Faktum ist den studierten Germanen im Übrigen durchaus bekannt.
http://obergermanen.at/ueber_uns/schwarz_rot_gold_

Die österreichische Fahne ist bei diesem „nationalen“ Verein nirgends zu finden. Auch mit dem Wort „Österreich“ allein scheint sich der Germanen-Bund schon schwer zu tun, man lässt es gerne weg. So heißt die Homepage schlicht www.obergermanen.at und auch auf Facebook sind sie schlicht die „Obergermanen und Freunde“.

Wie „obergermanisch“ es demnächst am Welser Magistrat zugehen wird, liegt nun vor allem daran, ob die ÖVP zu Einsicht und Vernunft gelangt, und sich nicht mehr als Steigbügelhalter der Rechtsrechten geriert.

Text übernommen von: http://kvinfoladenwels.wordpress.com/2012/01/29/ein-%E2%80%9Eobergermane-als-welser-magistratsdirektor

Ps: Extra-Info von http://roteswels.at/?p=1588
Die “Obergermanen” sind übrigens auch bei der “Burschenschaftlichen Gemeinschaft”, der extrem rechte Verband innerhalb der ohnehin rechten “Deutschen Burschenschaft”. Die “BG” kämpft dafür, dass nur deutschstämmige – also “Arier” – in Burschenschaften aktiv sein dürfen!
http://www.burschenschaftliche-gemeinschaft.de/kontakt/bg-mitgliedsbuende.html
http://fr-online.de/politik/der-burschenputsch,1472596,8660694.html

Die “Welser Initiative gegen Faschismus” lädt nach der äußerst erfolgreichen Premiere 2011 mit Ute Bock im Soundtheatre erneut ein zum “Politischen Aschermittwoch”:

Eröffnung der Ausstellung “Der Eichmann-Prozess”

Mittwoch, 22. Februar 2012 19:00
Fachhochschule OÖ Campus Wels,
Stelzhamerstraße 23, 1. Obergeschoss.

Zur Ausstellungseröffnung liest Wolf Dorner Texte zum Thema

Adolf Eichmann organisierte die Deportation von Millionen Juden in die Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Nach dem Krieg versteckte er sich in Argentinien. 1960 wurde er von MossadAgenten nach Israel entführt und dort 1961 zum Tod verurteilt.
Die Ausstellung zeigt Eichmann als Nazi Offizier, der zum Henker wurde, Eichmann, den flüchtenden Kriminellen, der sich in Argentinien versteckte, und vor allem den großen Prozess in Jerusalem, dessen Erkenntnisse und Auswirkungen sowohl für die israelische Gesellschaft als auch für die internationale Gemeinschaft und ihre Haltung gegenüber den Überlebenden der Shoah. Diese Ausstellung wurde von den Österreichischen Freunden von Yad Vashem zur Verfügung gestellt.

Ausstellungsdauer: 23. Februar bis 9. März 2012
Öffnungszeiten: Mo. bis Sa. von 9:00 bis 19:00
Freier Eintritt!

Aus organisatorischen Gründen bitten wir bei Gruppenbesuchen von Schulklassen um Voranmeldung unter:
0676-3317100 oder w.retzl@eduhi.at

Zum oö. Pendant des WKR-Balls, dem Linzer Burschenbundball, gibt es auch eine antifaschistische Demonstration!
Samstag, 11. Februar 2012
Treffpunkt: 18:00 Hauptplatz Linz
http://facebook.com/events/338462342854245

Wieso es nötig gegen Burschenschafter zu demonstrieren haben wir schon nahe gelegt:
http://wp.welsgegenrechts.at/2012/01/12
Und es zeigte sich auch in Wien beim WKR-Ball…

Aufruftext von: http://antifa.servus.at
“Nicht nur in der Wiener Hofburg treffen sich jedes Jahr deutsch-nationale Verbindungsstudenten. Auch in Linz laden am 11. Februar 2012 akademische Burschenschaften, Landsmannschaften und pennale Verbindungen zum Burschenbundball ins „Palais Kaufmännischer Verein“. Dabei handelt es sich um das wohl repräsentativste Haus in ganz Linz, welches sich selbst auch gern als “kleine Hofburg” bezeichnet. Der Burschenbundball ist nach dem WKR-Ball eine der größten Veranstaltungen der deutsch-völkischen Männerbünde in Österreich.

Maßgeblich an der Organisation beteiligt ist die rechtsextreme akademische Burschenschaft Arminia Czernowitz. Deren politische Positionierung zeigt sich regelmäßig bei ihren Veranstaltungen und in ihren Publikationen. Zuletzt im April 2010, als sie den bekennenden Antisemiten Richard Melisch auf ihre Bude einluden. Melisch verfügt über gute Kontakte zur deutschen und österreichischen Neonaziszene und referiert auch gern bei der NPD. Beworben wurde dies mit einem nur leicht abgeänderten Propagandaplakat der NSDAP. Darüber hinaus sind die Arminen auch eng mit der FPÖ verzahnt, so ist etwa der Linzer Stadtrat Detlef Wimmer Alter Herr der Verbindung. Dadurch erfüllen sie eine wichtige Rolle als Bindeglied zwischen dem legalen Rechtsextremismus der FPÖ und dem organisierten Neonazismus.

Dass es sich bei den Burschenschaftern keineswegs um ein Randphänomen handelt, zeigen ihre zahlreichen Verstrickungen in Politik und Wirtschaft und nicht zuletzt auch die Orte an denen sie feiern und sich vernetzen können. Prominentes Beispiel ist die Wiener Hofburg, aus der die Burschis dieses Jahr nach jahrelangen Protesten endlich geworfen wurden und eben auch das „Palais Kaufmännischer Verein“ in Linz. Wichtige Aufgabe eines solchen Balles ist auch die gesellschaftliche Legitimation der extremen Rechten. Wie weit diese gegeben ist und immer wieder gegeben wird zeigen sowohl Landeshauptmann Pühringer als auch das Rektorat der JKU Linz, die nicht nur regelmäßige Gäste des Burschenbundballes sind, sondern auch traditionell die Eröffnung vornehmen und den Ehrenschutz geben.” Weiter: http://antifa.servus.at

“Am Samstag lädt Landeshauptmann Pühringer zu einer Zeitzeugenveranstaltung mit NS-Opfern ein und unterstreicht damit den wichtigen Grundkonsens des niemals Vergessens in Oberösterreich. Zwei Wochen später hat Dr. Pühringer offenbar leider kein Problem, die Eröffnungsrede beim klar rechts außen angesiedelten Burschenbundball zu halten!”
http://www.ooe.spoe.at/news-detail-seite/article/sp-ooe-burschenbundball-ooe-politische-unvereinbarkeit-bei-dr-puehringer

“Für die Grünen stellt sich zunehmend die Frage, wie lange sie sich noch von der ÖVP vorführen lassen.”
http://ooe.kpoe.at/news/article.php/20120126093338128

Update: ÖH JKU Linz:
Antrag gegen Unibeteiligung am Burschenbundball beschlossen!

Ein Antrag gegen die Beteiligung der Rektoren am Burschenbundball wurde heute in der UV Sitzung von den MandatarInnen der GRAS Linz eingebracht.
Der Antrag wurde mit den Stimmen von GRAS, VSStÖ/IKS, ÖSU und NO’MAAM angenommen, die MandatarInnen der Aktionsgemeinschaft stimmten dagegen.
http://gras-linz.at/index.php?option=com_content&view=article&id=170

Neonazis posieren vor Hitler-Geburtshaus – Kommunistische Jugend und Infoladen Wels dokumentieren rechtsextreme Vorfälle – „Dringendster Handlungsbedarf gegeben!“ – Antifaschistische Demonstration am 14. April

Frecher denn je treten jugendliche Neonazis in Braunau auf: Skinheads posieren vor dem Hitler-Geburtshaus für Erinnerungsfotos, Hakenkreuze werden gleich reihenweise tätowiert, SS-Symbole offen gezeigt, AntifaschistInnen mit Mord bedroht. „Die Situation ist nicht mehr tragbar“, so Lukas Haslwanter, Sprecher der Kommunistischen Jugend aus Braunau.
Der Linzer Rechtsextremismus-Experte Thomas Rammerstorfer bestätigt: „Braunau ist zur Hochburg einer neonazistischen Jugendkultur geworden. So schlimm ist es wohl sonst nirgends in Österreich, das wird ihnen auch jeder Jugendarbeiter dort bestätigen“. Die Neonazis sind in verschiedenen Kameradschaften organisiert wie dem „Sturmführerkommando“ (Sfk).
Erkennungszeichen: Alle Aktivisten haben Hakenkreuze tätowiert. Die Tatoos werden vom Braunauer Christoph B. angefertigt.
(Bild: Facebook-Namen der Neonazis des “Sturmführerkommando”)

Eine weitere Kameradschaft sind die „Autonomen Nationalisten Braunau“, die auch einen Blog betreiben. Treffpunkt der Szene ist auch der örtliche „Thorshop“ am Kirchenplatz, in dem die unter Rechtsextremen beliebte Kleidungsmarke „Thor Steinar“ vertrieben wird. Besitzer Thoralf M. posiert auch gern mal mit seinen Jungs für Erinnerungsfotos.

Viele Aktivitäten auch im Internet – Behörden untätig

Erschreckendes fördert ein Blick auf Facebook zu Tage. Hier toben sich die Jung-Nazis völlig ungeniert aus. „Ein jude sollte wie eine lampe sein hängen bei tag und brennen bei nacht“, postet etwa Hannes A. auf seiner Seite. Fast 500 FreundInnen können dies sehen, keiner widerspricht, dutzende meinen „Gefällt mir“. Auf zahlreichen Bildern posieren Neonazis, zeigen offen ihre Einstellung mit einschlägigen Abzeichen. Ein kursierendes Foto zeigt 4 Nazi-Skinheads – darunter besagter Hannes A. – vor Hitlers Geburtshaus posierend. „Die Neonazis fühlen sich völlig sicher“, meint Rammerstorfer, „und tatsächlich haben sie von den Behörden anscheinend nichts zu befürchten. Der Verfassungsschutz hat seine Arbeit mehr oder weniger eingestellt.“

Auch die lokale Polizei zeigt wenig Elan: Ein Antifaschist, der im Internet mehrfach mit Mord bedroht wurde, wurde einfach vertröstet: Das sei zuwenig für eine Anzeige.
Der Braunauer Polizeikommandant Pumberger verkündete am 5.1.2012 auch öffentlich: „Die rechtsradikale Szene im Bezirk Braunau gibt es nicht“ http://nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/braunau/art14857,791905

„Behörden und Politik müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie am rechten Auge blind sind!“, zeigt sich Haslwanter empört, „Angesichts der Gewaltbereitschaft der Braunauer Neonazi-Szene braucht es am Samstag, dem 14. April 2012, einen breiten, gemeinsamen Protest gegen Rechts!“ An diesem Datum findet auch heuer wieder die jährlich stattfindende antifaschistische Demonstration des Bündnis „braunau gegen rechts“ statt. Im vergangenen Jahr wurde dieser friedliche Protest von über 30 Braunauer Neonazis gestört.

Braunauer Neonazis von den “Bulldogs” zeigen Hitlergruß vor dem KZ Mauthausen:

Symbol der Braunauer Kameradschaft „Sturmführerkommando“ (Christoph B. aus Braunau):

Zwei Braunauer Neonazis die ganz offen SS-Symbole zeigen:

Auch Kontakte zum militanten Blood&Honour-Netzwerk scheinen zu existieren:

Harald N. beim zeigen des Hitlergrußes:

Sehr junger Neonazi aus dem Raum Braunau:

Fotos/Beschreibungen ohne Gewähr übernommen von: http://kjoe.at/?p=953

Quelle dieser gemeinsamen Presseaussendung von KJÖ und Infoladen Wels vom 26. Jänner 2012:
http://kvinfoladenwels.wordpress.com/2012/01/26/%E2%80%9Ebraunau-hochburg-gewalttatiger-neonazis

Artikel zum Thema auch hier:
http://www.stopptdierechten.at/2012/01/22/oberndorf-szbg-rechte-gewalt-%E2%80%9Evon-auswarts%E2%80%9C

Artikel zum Innviertel:
http://wp.welsgegenrechts.at/category/innviertelgegenrechts-at

“Deutsch statt nix verstehn” heißt es passend auch für die FPÖ selbst, denn diese sorgt sich um das “Drippel-A von Wien”:
http://ots.at/presseaussendung/OTS_20120125_OTS0243/fp-gudenus-brauner-co-verspielen-drippel-a-von-wien

FPÖ-Jungpolitiker soll Nazi-Artikel bestellt haben
Laut nazi-leaks hat ein RFJler bei einem einschlägigen Versand bestellt:
http://salzburg.orf.at/news/stories/2517750
Die RFJ-Salzburg Führung versucht gar nicht dies zu leugnen, sondern solidarisiert sich in gekonntem “Teutsch”:

“RFJ-Landesobmann über Medienhetze gegen RFJ-Mitglied empört:
Der ORF Salzburg startete am vergangenen Donnerstag eine Medienhetze gegen Salzburger RFJ-Funktionär. In einem Radiobereicht wird behauptet der Funktionär habe bei Nazi-Versandhandel in Deutschland eine Bestellungen aufgegeben. In dem Bereicht wird auf die Veröffentlichung der User-Daten von Anonymus Bezug genommen. Für RFJ-Landesobmann Markus Steiner ist der ganze Bericht an den Haaren herbei gezogen.
“Er ist ein toller Bursche, der mit beiden Beinen mitten im Leben steht und genau weiß, wo seine Pflichten und Aufgaben liegen, mit Rechtsradikalismus hat er sicher nichts am Hut. Die gesamte Aktion ist ein Versuch eines links-linken Netzwerkes, politische Mitbewerber zu stigmatisieren und zu kriminalisieren. Es wäre besser, wenn sich die Medien auch einmal dem richtigen Tatbestand, nämlich den Diebstahl von elektronischen Daten widmen würden”, so Steiner. Der Bricht sei auch ein klassisches Beispiel für den Verfall der Medienkultur. Steiner wirf auch eine Frage auf: “Ist es nicht ein Zufall, dass gerade in der Woche vor dem FPÖ-Neujahrstreffen in Salzburg der Bericht gesendet wurde?”
http://facebook.com/photo.php?fbid=350117431684851&set=a.165603623469567.39651.165056153524314

http://facebook.com/photo.php?fbid=314184691958014&set=a.314182045291612.72109.155363471173471
“Beim Neujahrstreffen der FPÖ in der Salzburgarena, signalisierte der RFJ-Salzburg klar und deutlich, was dieser von der HETZJAGD gegen ein RFJ-Salzburg Mitglied vom ORF hält. RFJ-Landesobmann Steiner kritisierte die Berichterstattung des ORF und den Medienverfall verschärft. Die Nachricht in Richtung des ORF ist klar und deutlich auf dem Transparent zu erkennen Auf dem Foto im Anhang)

[Ein Bericht das auf besagtem Neujahrstreffen auch ein Neonazi hinein durfte findet sich hier:
http://wp.welsgegenrechts.at/2012/01/26/pa-salzburg-neonazi-beim-fpo-neujahrstreffen]

Vom FPÖ Neujahrstreffen 2012 können wir folgendes dokumentieren:
• Ein Neonazi mit Jacke der verbotenen deutschen NS-Band Landser wurde problemlos eingelassen!
• AntifaschistInnen wurden hingegen der Eintritt verwehrt.
• Ein Antifaschist, der hineinkam, wurde von der Polizei “beamtshandelt”.
• Mit einem Platzverbot schirmte die Polizei die FPÖ auch von jeglicher Kritik durch die ansonsten erfolgreiche Gegendemo ab.


(Bildquelle/Urheber der 4 Landser- bzw. Demo-Fotos: YEAH | welsgegenrechts.at)

Deutlicher kann ein Bild kaum sein: Ein Security hält dem Neonazi beim FPÖ-Neujahrstreffen sogar noch die Tür auf.
Eine Zeugin des Geschehens berichtete uns folgendes:

“Ich habe einige interessante Beobachtungen beim heurigen Neujahrstreffen der FPÖ in Salzburg gemacht, die ich euch gerne schildern würde, da ich es für notwendig erachte, derlei Infos an Organisationen wie eure weiterzuleiten.
Mein Plan war, als Beobachterin am gestern in der Salzburgarena stattgefundenen Neujahrstreffen der FPÖ teilzunehmen. Als ich bei der Arena ankam, wartete ich noch einige Zeit vor der Veranstaltungshalle und beobachtete, wie ein junger Mann ohne Probleme eingelassen wurde, der eine Landser-Jacke sowie New-Balance-Schuhe trug – beides Kleidungsstücke, die eindeutig auf die neonazistische Gesinnung des Trägers verweisen. Mir gelang es, davon zwei Fotos zu machen.
Kurze Zeit später versuchten auch ich und eine Kollegin, die Veranstaltung zu betreten und wurden am Einlass von einem Ordner gefragt, welcher Parteiorganisation wir denn angehören. Ich antwortete, dass wir diese öffentliche Veranstaltung lediglich als Privatpersonen besuchen wollen, woraufhin der Ordner meinte: “Wir lassen nur Leute ein, die zu uns passen. Wir wollen keine Leute wie Sie hier haben.”
Ich wiederholte mein Anliegen, woraufhin der Mann – der wohlgemerkt lediglich Ordner der Veranstaltung war – meinen Ausweis sehen wollte. Mit dem Hinweis, dass er in keinster Weise über das Recht verfügt, meinen Ausweis zu sehen oder auch nur zu verlangen, verließen wir den Eingangsbereich. Als wir uns einige Meter entfernt hatten, kam ein anderer Ordner hinter uns aus dem Gebäude und versuchte, uns zu fotografieren.”

Info zu Landser: “Musikgruppe aus dem neonazistischen Milieu.[1] Die Gruppe wurde letztinstanzlich im März 2005 vom Bundesgerichtshof als erste Musikband zur kriminellen Vereinigung erklärt.” http://de.wikipedia.org/wiki/Landser_(Band)
Info zu New Balance: “Das Markensymbol der Lauf- und Sportschuhe ist ein aufgenähtes »N«. Im neonazistischen Spektrum wird das als Kürzel für NationalsozialistIn/NationalistIn gedeutet.”
http://dasversteckspiel.de/index.php?id=28&stufe=28&finder=1&artikel=9

Und als ob es nicht schon genug wäre, dass Neonazis bei der FPÖ ein und aus marschieren, gefährdet der Staatsapparat auch noch AntifaschistInnen die dagegen vorgehen, wie folgende Zeugenaussage zeigt:

“Als die Tiraden von Strache schon im Gange waren, wollte ich ebenfalls die Veranstaltung besuchen. Es wurde aber auf Personen die nicht rechts genug aussehen geachtet. Letztlich konnte ich mich dann aber an eine Gruppe anhängen, und mir die Rede anhören.
Als ich am Ende des Treffens zum Ausgang ging, wurde ich von 2 Polizisten “zur Brust genommen”. Es wurde schroff mein Ausweis verlangt. Ich entgegnete, dass es ja erlaubt sei die Veranstaltung zu besuchen und fragte wieso gerade ich “beamtshandelt” werde. Mir wurde, dass dann ungefähr so erklärt: “Die Demo vorher war gewalttätig – es haben welche Schneebälle geworfen. Damit gehen wir davon aus, dass auch hier Straftaten begangen werden. Sie als potenziellen Straftäter schreiben wir auf, damit wir dann wissen wer es war.”
Was ich denn alleine unter 1900 FPÖlern anstellen könne wurde mir nicht beantwortet. Einer ging dann mit meinem Ausweis in Richtung FPÖ-Security ums Eck, was dort mit meinen Daten passierte kann ich nicht sagen. Auf meine Frage ob es wirklich so gut ist, mich hier zu “enttarnen” und damit zu gefährden, meinten sie, falls ich mich fürchte können sie mich ja überhaupt “wegbegleiten”.
Erst jetzt gab mir endlich einer der beiden seine Dienstnummer und stellte sich als “Kommandant Hoffmann” vor. Ich ließ das “Angebot” mitgenommen zu werden, denn jetzt war mir klar wieso Strache in seiner Rede die Polizei so ausdrücklich gelobt hatte. Schließlich gaben sie einigen RFJlern die Möglichkeit das Ganze zu beobachten und wohl sogar meinen Namen mitzuhören.
Auch machten die Polizisten keine Anstalten den Neonazi mit der Landser-Jacke ausfindig zu machen – frei nach dem Motto: Unsere Polizisten decken die Faschisten.”

Als ob das nicht schon genug wäre, erteilte die Polizei der antifaschistischen Demonstration auch ein Platzverbot, das sie ca. 400 Meter fernhielt und damit die FPÖler vor jeglicher Kritik schützte!
Vor 6 Jahren, beim Neujahrstreffen in Wels war das noch möglich. Und so wurde diesmal wohl auch verhindert, dass FPÖler am Verbotsgesetz vorbeischrammen mit Ausssagen wie: “Vor 60 Jahren wär’n wir gonz anders mit euch obgfahr’n!” http://roteswels.at/?m=200601
Außerdem marschierte die Exekutive in die Demo, weil einzelne aus dieser Schneebälle(!) auf durch Körperpanzer geschützte Polizisten warfen…

Abgesehen davon, dass es für den Demo-Endpunkt nicht wirklich einen Plan gab, waren die ca. 300 Leute bei der Demo ein erstes lautstarkes Zeichen in Salzburg.
An der Bündnis-Organisation muss weiter gearbeitet werden, aber alleine das ca. 20 Gruppen mit unterstützten war ein wichtiger Erfolg!
Die Bündnis-UnterstützerInnen finden sich auf:
http://wp.welsgegenrechts.at/2011/12/29/salzburg-fpo-neujahrtreffen-gegendemo-21-1-1100

ORF-Salzburg Bericht: http://salzburg.orf.at/news/stories/2517947
http://tvthek.orf.at/programs/70019-Salzburg-heute/episodes/3475517-Salzburg-heute/3476875-Proteste-gegen-FPOe-Neujahrstreffen

Ps:
• Wer aktiv werden will – am Freitag gibt es die Möglichkeit:
http://wp.welsgegenrechts.at/2012/01/23/wien-nowkr-treffpunkte-bus-aus-salzburg-wels-linz
• FPÖler beschweren sich darüber, dass der ORF die BesucherInnenzahlen des Neujahrtreffen nach unten revidierte:
http://unzensuriert.at/content/006747-Unabhaengige-ORF-Journalisten-verstecken-FPOe-Neujahrstreffen
Wenn angeblich 2500 Menschen beim Treffen waren, dann ist diese Zahl entweder gelogen – oder man gibt zu durch Überfüllung die Sicherheit der eigenen “Kameraden” zu gefährden. Denn laut Bestuhlungsplan ist die maximale Anzahl an Sitzplätzen im Parterre: 1.940
http://salzburgarena.at/index.php?id=1432
• Damit es nicht geleugnet werden kann: Ein Foto, dass es sich oben tatsächlich um den Eingangsbereich handelt, liefern ebenfalls FPÖler selbst:
http://unzensuriert.at/content/006766-Demo-gegen-das-FPOe-Neujahrstreffen
• Die rote Schrift unterhalb des Landser-Jackenmotivs lautet wahrscheinlich “Eine deutsche Legende”:
http://welt.de/multimedia/archive/00535/Nazis_landserjacke__535461s.jpg

• Wieso sich die FPÖ ums “Drippel-A” sorgt und wie der RFJ Salzburg auf einen “Radiobereicht”, dass einer seiner Funktionäre Nazi-Artikel bestellt haben soll, reagiert – das findet sich hier:
http://wp.welsgegenrechts.at/2012/01/26/deutsch-statt-nix-verstehn-fpo-besorgt-ums-drippel-a

Der jährliche WKR-Ball fällt dieses Jahr auf Freitag, den 27. Jänner, den Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee.
(Hoffentlich nicht nur) Deswegen gelang es dieses Jahr eine breite Offensive gegen diesen Ball zu starten!

Wieso es nötig ist gegen deutschnationale UND christliche Korporationen zu protestieren haben wir hier schon mal aufgelistet: http://wp.welsgegenrechts.at/2012/01/12

Demos/Kundgebungen gibt es im Wesentlichen drei Stück:
Und es sollte möglich sein bei allen dreien mitzugehen.

1.) 17:00 Westbahnhof/Europaplatz:
Demo der autonomen Antifa über Mariahilferstr. zur Kundgebung am Heldenplatz. Infos: http://umsganze.org/2012/01/24/wkr-ball-demo-infos
-> Über den Ring sollte es sich noch ausgehen zur 2. Demo abzubiegen:

2.) 18:00 Uni Wien/Schottentor:
Demo des “Offensive gegen rechts” Bündnisses über Schottengasse, Burgtheater, Volksgarten, Ring zum Albertinaplatz/Holocaust-Mahnmal.
Demoroute: http://offensivegegenrechts.net/?p=652
Event: http://facebook.com/offensivegegenrechts?sk=events
-> Von der Abschlußmahnwache beim Holocaust-Mahnmal kann man dann über den Ring oder die Reitschulgasse nachkommen zur Kundgebung:

3.) 18:30 Heldenplatz:
Kundgebung von “jetztzeichensetzen” mit Konzerten von Christoph & Lollo, Clara Luzia, Kommando Elefant, Maur Due & Lichter.
Programm: http://jetztzeichensetzen.at/?page_id=25
Event: http://facebook.com/gedenkdienst?sk=events

• Achtung: Der Aufruf der “roten Antifa” um 16:30 Schottentor ist keine eigene Demo, sondern nur ein früherer Treffpunkt für die “Offensive gegen rechts”-Demo: http://facebook.com/permalink.php?story_fbid=283522028372490&id=282999608424732
• Für alle die vormittags können, gibt es von “jetztzeichensetzen” um 10.00 am Heldenplatz eine Auschwitz-Gedenkkundgebung.
• Andere Linksammlungen zum Thema: http://at.indymedia.org/node/21935
http://noborders.noblogs.org/nowkrdemos2012
• Live-Bericht wird es wohl wieder hier geben: http://twitter.com/roteswels

Wirtschaftskammer hält dem WKR-Ball den Rücken frei?
Die Wiener Wirtschaftskammer hat am 27.1.2012 mehrere Veranstaltungen im Ersten Bezirk angemeldet. Da der Zugang über den Ring vermutlich durch Demos blockiert sein wird, will die WK den Burschenschaftern offenbar über Kärnterstraße, Graben, Tuchlauben und Kohlmarkt einen Korridor freihalten!
http://offensivegegenrechts.net/?p=649

Allgemeines zu dieser erfolgreichen Offensive:
Den Kräften hinter der “Offensive gegen rechts” ist es wohl zu verdanken, dass es diesmal so breite Proteste gibt. Denn sie sind nicht vor kurzem auf den Zug aufgesprungen, sondern arbeiten schon seit Februar 2011 an einer Verhinderung des Balls und sind damit auch einem Welser Aufruf gefolgt:
http://wp.welsgegenrechts.at/2011/02/24/hofburg-nazifrei-statt-nowkr-desaster
Den Austritt antinationaler Kräfte aus dem OGR-Bündnis nutzt FPÖ-Strache leider um es zu diffamieren: http://unzensuriert.at/content/006793-Antisemitismus-Alarm-im-Buendnis-gegen-den-WKR-Ball
“Beim Gedenken wird nicht gedacht und jeder Nazi, der rennen muss, ist besser als hundert Kränze!”: http://antifaw.blogsport.de/2012/01/20

GRATIS BUS zu den NoWKR-Demos aus Salzburg, Wels, Linz:
Für den 27. Januar 2012 stellt die ÖH einen kostenlosen Bus zu Verfügung.
- Salzburg: 12:00
- Wels: 13:45
- Linz: 15:15
Abfahrtstermine – Ankunft in Wien ca. 17:15 – Abfahrt in Wien ca. 1:00 Uhr nachts – Ankunft in den entsprechenden Städten im Laufe der Nacht.

Die entsprechenden Treffpunkte erfährt ihr bei der Anmeldung!
Also schnell anmelden: bus-to-vienna@gmx.net & yeah@welsgegenrechts.at
Bitte angeben wie viele von wo mitfahren wollen und ob ihr in Wien bleibt.

Event: http://facebook.com/events/368955593119480
Weitere Infos und PGP-Key für verschlüsseltes mailen: http://linzlinks.servus.at/node/42 (Es wird lediglich die An- und Abreise nach Wien organisiert, die Teilnahme an Versammlungen ist davon unabhängig. Bitte organisiert euch selbst in Bezugsgruppen, informiert euch über geplante Aktionen in Wien und bereitet euch selbstständig auf die Demo vor. Unbedingt vorher Rechtshilfetipps durchlesen! In den vergangenen Jahren ist es immer wieder zu Repression gegen die Proteste gekommen!)

Ps: Überblick über die Demos 2011, die allesamt von der Polizei verboten/aufgelöst wurden:

http://a.yfrog.com/img611/3636/2pjv.jpg

Wie immer Anfang des Jahres treiben die studentischen Verbindungen mit ihren Bällen wieder ihr Unwesen. Auch wenn der katholische Cartellverband und die schlagenden deutschnationalen Burschenschaften gern ihre Unterschiede betonen so verbinden sie doch entscheidende Elemente:
• Das Tragen amüsanter Uniformen, Säbel und Hüte…
• Ein reaktionäres und nationalistisches Weltbild…
• Das elitäre Selbstverständnis und das sich Protegieren…
• Der Ausschluss und die sexistische Degradierung von Frauen…
• Das Festhalten an Traditionen, obwohl sie in diesen Austrofaschismus bzw. Hitlerfaschismus mit unterstützten…

Außerdem gibt es keine Berührungsängste, wenn wie am 11. Jänner 2012 an der Linzer Johannes-Kepler-Universität, mit Paul Eiselsberg (IMAS) ein prominenter Vertreter des konservativ-katholischen Österreichischen Cartellverbandes (ÖCV) bei einer Veranstaltung der deutschnationalen Burschenschaft Arminia Czernowitz referiert.
Oder wenn beim, von der FPÖ-nahen Arminia mitorganisierten, Burschenbundball am 11. Februar Landeshauptmann Josef Pühringer die Eröffnungsrede halten wird.

Referent Eiselsberg ist Alter Herr der katholischen Linzer Studentenverbindung Austro-Danubia, welcher als Ehrenmitglieder auch LH Josef Pühringer und Raiffeisen-Boss Ludwig Scharinger angehören.
Die Armina, bei welcher der Linzer FPÖ-Chef Detlef Wimmer Mitglied ist, warb für eine Veranstaltung am 30. April 2010 mit einem Nazi-Sujet aus dem Jahre 1931. Lediglich wurden die Feindbilder „Marxismus“ und „Hochfinanz“ aktuell durch die Begriffe „Fremdherrschaft“ und „Globalisierung“ ersetzt.
http://ooe.kpoe.at/news/article.php/20120112090702621

Grund genug gegen alle Korporations-Bälle zu protestieren:

Freitag, 13.1., 14:00 Stadtwerkstatt Linz, Kirchengasse 4, servus-Clubraum:
“1. Linzer Burschi-Infotour” mit Heribert Schiedl (DÖW).
http://diesenreiter.at/1-linzer-burschitour
Update: Ausführlicher Bericht & Infos: http://fm4.orf.at/stories/1693231

Linz, Samstag, 14.1., CV-Ball:
18:00 Hauptplatz: Demonstration “CV-Ball wegschmeißen!” gegen den reaktionären CV-Ball im Palais kaufmännischer Verein.
20:30 Schillerpark: Straßenfest “CV-Ball wegtanzen!”
22:00 Abendprogramm: Chillout mit Vokü &Auflegerei. http://antifa.servus.at

Wien, Freitag 27.1., WKR-Ball:
18:00 Schottentor (Uni): Demonstration. http://offensivegegenrechts.net
http://facebook.com/offensivegegenrechts?sk=events
18:30 Heldenplatz: Kundgebung und Konzert mit Christoph & Lollo, Clara Luzia, Kommando Elefant, Maur Due & Lichter. http://jetztzeichensetzen.at
http://facebook.com/gedenkdienst?sk=events

Hoffentlich gelingt es der, vor allem von der marxist*in und dem linken Hochschulnetzwerk frühzeitig gestarteten, Offensive den WKR-Ball ein für alle mal gemeinsam zu verhindern!
(Dazu ein Vorschlag aus Wels vom Februar 2011: http://wp.welsgegenrechts.at/2011/02/24/hofburg-nazifrei-statt-nowkr-desaster)

Linz, Samstag 11.2., Burschenbundball:
Proteste gegen den deutschnationalen Burschenbundball im Palais kaufmännischer Verein. Infos folgen auf: http://antifa.servus.at

Ps: Und weil Staat und Burschenschaften uns AntifaschistInnen sicher wieder als “Linksextremisten” diffamieren werden:
Hier ein Interview mit Prof. Wolfgang Wippermann von der FU Berlin über den Extremismusbegriff und wieso AntifaschistInnen die Bezeichung “Rechtsextremismus” eigentlich vermeiden sollten:

Das Neujahrstreffen der FPÖ findet dieses Jahr in Salzburg statt. Erfreulicherweise gibt es diesmal eine antifaschistische Gegendemonstration!

Samstag, 21. Jänner 2012, 11:00
Treffpunkt: Salzburg, Neue Mitte Lehen, Schumacherstr.
Anschließend Demonstrationszug zur Salzburgarena.
Event: http://facebook.com/events/203697466380023

Die “Neue Mitte Lehen” findet sich bei der Stadt:Bibliothek Salzburg, Schumacherstraße 14:
http://maps.google.com/maps/place?hl=en&cid=16876063998851885923&ved=0CBgQjAVIAA&sa=X&ei=Lk8TT5jdCNm4_AaL8byPCw

Anreise aus OÖ: Rechtzeitig zur Demo mit dem ÖBB OIC 860:
Abfahrten: Steyr 8:47, Linz 9:32, Wels 9:45, Vöcklabruck 10:07.
Dann zur Station “Schule Lehen”, O-Bus 1 Richtung Salzburgarena/Messe.

Gegendemo 2006 in Wels: Erwähnt werden soll hier auch, dass vor 6 Jahren in der Messe Wels ebenfalls eine Gegendemo stattfand. Es war in den 2000er-Jahren die erste AntiFa-Demo in Wels, noch lange vor “Wieser verhindern”…
“Sonntag, der 15. Jänner 2006, halb 10 Uhr morgens, in Wels: Etwa 50 AntifaschistInnen der SJ Wels, der SJ Stadl-Paura/Lambach, des alevitischen Kulturvereins und der ATIGF trotzten fast 2 Stunden der klirrenden Kälte und lieferten WC Strache und seiner FPÖ beim “Neujahrsempfang” einen lautstarken Empfang.” http://roteswels.at/?m=200601

Infos der FPÖ selbst: Salzburgarena: Neujahrstreffen mit HC Strache!
ab 11 Uhr mit der John Otti Band, ab 13:15 Uhr Rede von HC Strache
http://facebook.com/events/333254333369915
http://www.fpoe.at/spezialseiten/termine-detailansicht/?eventID=1739&cHash=2414afdd7d4c60074e2fa9a4a1423903

Offener Protestbrief gegen das FPÖ-Neujahrstreffen in der Salzburgarena:

An: Henrik Häcker (Geschäftsführer des Messezentrum Salzburg)
Petra Pienert (Leiterin Gastveranstaltungen)
Heinz Schaden (Aufsichtsratsvorsitzender; Bürgermeister der Stadt Salzburg)

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wie wir erfahren haben, findet am 21.01.2012 das Neujahrstreffen der Freiheitlichen Partei in der Salzburgarena statt.

Wir, die Unterzeichnenden, protestieren auf das Entschiedenste gegen die Abhaltung dieser Veranstaltung! Das Neujahrstreffen ist eine der wichtigsten Veranstaltungen für die FPÖ. In den vergangenen Jahren kam es immer zu rassistischen, antisemitischen, frauenverachtenden Aussagen und solchen, die nur knapp am Verbotsgesetz vorbeischrammten. Die braunen „Ausrutscher“ von Strache & Co. sind in dieser Partei längst alltäglich. Auch 2011 fielen FPÖlerInnen mit derartiger Rhetorik auf. Sei es der Vergleich von Abtreibung mit dem Massenmord durch den norwegischen Neonazi Anders Breivik im vergangenen Juli (NRAbg. Werner Königshofer), Kontakte von Mitarbeitern in die militante Neonaziszene und zu einschlägig-rechtsextremen Versandhäusern (NR-Präsident Martin Graf), bis hin zu einer Parlamentsrede, in der Menschen, die vor dem NS-Regime flüchten mussten indirekt als „Drückeberger“ bezeichnet wurden (NRAbg. Herbert Kickl).

Die Neujahrstreffen dienen der FPÖ zum „einpeitschen“ ihrer FunktionärInnen auf die Politik des kommenden Jahres. Auf der Tagesordnung steht nicht zuletzt menschenverachtende, rassistische Hetze. Auch Spitzen des europäischen Rechtsextremismus waren in der Vergangenheit bei diesen Treffen Gäste (etwa Filip Dewinter vom belgischen Vlaams Belang). Menschen werden aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexuellen Orientierung diskriminiert und angegriffen. Beim Neujahrstreffen 2011 behauptete Strache, die „nachsichtige Ausländerpolitik“ wäre Grund für den Tod eines 3-Jährigen. Daraufhin wurde aus dem Publikum die Todesstrafe für den aus Serbien stammenden Täter gefordert.
2009 kam es anlässlich einer FPÖ-Hetzveranstaltung zu gewalttätigen Übergriffen von FPÖ-AnhängerInnen auf friedliche GegendemonstrantInnen. Auch die Ereignisse in der Nacht von 17. auf 18. Dezember 2011, bei denen ein 40-Jähriger auf einer Weihnachtsfeier von Straches Bodyguard krankenhausreif geprügelt wurde, zeigen, wie die FPÖ und ihre AnhängerInnen in brutaler Art und Weise gegen KritikerInnen vorgehen.

Geben Sie der rassistischen Hetze keinen Raum! Der Ruf Ihres Hauses würde darunter leiden, wenn es als Raum für Rassismus und Hassreden genützt werden würde. Wir fordern Sie daher auf, der FPÖ die Türe zu weisen und die Veranstaltung am 21. Jänner 2012 abzusagen!

Seien Sie versichert, dass, wenn das Neujahrstreffen trotz allem stattfinden sollte, es mit Sicherheit zu entschiedenen, friedlichen und lautstarken Protestaktionen kommen wird.

Liste der UnterzeichnerInnen bzw. Bündnis-UnterstützerInnen:
Antifa-S
Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS)
GPA-djp-Jugend
Gewerkschaftlicher Linksblock – Salzburg (GLB)
Grüne & Alternative Student_innen (GRAS)
Infoladen Salzburg
Internationaler Arbeiterverein
Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen – Jugend (FSG-Jugend)
Junge SozialdemokratInnen und SozialistInnen – Salzburg (Jusos)
Kommunistische Jugend Österreich (KJÖ)
Kommunistische Partei Österreich – Salzburg (KPÖ)
Kommunistischer StudentInnenverband (KSV)
Kurdischer Kulturverein
KZ-Verband – Salzburg
Österreichische HochschülerInnenschaft Salzburg (ÖH)
Sozialistische Jugend Österreich (SJ)
Sozialistische LinksPartei (SLP)
SUB-Salzburg
Verband Sozialistischer StudentInnen Österreichs Salzburg (VSSTÖ)

Ein weiterer Mobilisierungstext der Antifa-Salzburg:
http://antifasalzburg.wordpress.com/2011/12/29/die-fpo-soll-der-blitz-beim-scheisen-treffen
http://facebook.com/pages/Antifa-Salzburg/192383744116950

Protestbrief auf der Seite der ÖH Salzburg:
http://www.oeh-salzburg.at/cms/politik-die-wirkt/news/detailansicht/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=264&cHash=82323bb8b84bce8c058e2b1505e15310

Der Einfluss türkischer RechtsextremistInnen wird zunehmend spürbar – auch in der österreichischen Kommunalpolitik.
Denn die faschistischen „Grauen Wölfe“ buhlen um Sympathien in Österreich:

Sinnigerweise am 1. April luden die christlichen Pfarren in Wels, Oberösterreich, zu einer Integrationsveranstaltung unter dem Motto „Die Zeit des Nebeneinanders ist vorbei“. Von der türkischer Seite sind nur die konservativen Moscheevereine und die faschistischen „Grauen Wölfe“ eingeladen, die liberalen AlevitInnen und andere religiöse Minderheiten fehlten. Die „Grauen Wölfe“ schickten eine eloquente, unverschleierte junge Dame, die den anwesenden christlichen und politischen Größen in bestem Deutsch Honig ums Maul strich. Die Veranstaltung endete in allgemeiner Harmonie.

Auch in der türkischen Stadt Malatya ist „die Zeit des Nebeneinanders vorbei“. Hier schickten die „Grauen Wölfe“ allerdings kein junges Mädchen in den dortigen Bibelverlag, sondern eine Gruppe ihrer Militanten, die dort zwei einheimische und einen deutschen Christen abschlachteten. Die Umstände sind noch nicht restlos geklärt – bisher wurden 20 Verdächtige, „Graue Wölfe“, aber auch Armeeangehörige – festgenommen:
http://www.esiweb.org/pdf/esi_document_id_127.pdf

Mit Massakern aller Art konnten die „Grauen Wölfe“, wie sich die AnhängerInnen der „Partei der Nationalistischen Bewegung“ (MHP), nennen, in den vergangenen 40 Jahren reichhaltige Erfahrung sammeln. Allein Ende der 70er wurden bei einer wahren Terrorwelle an die 5000 Morde verübt: an SozialistInnen und anderen Linken, JüdInnen, GewerkschafterInnen, FrauenrechtlerInnen und verschiedenen Minderheiten, an KurdInnen und den meist sehr liberal eingestellten AlevitInnen. ChristInnen geraten auch immer wieder in die Schussbahn – so auch Papst Johannes Paul der Zweite, der 1981 bei einem Attentat von drei Kugeln getroffen wurde. Der Täter, Ali Agca, war MHP-Aktivist und hatte bereits zuvor Abdi Ipekci, einen angesehenen Intellektuellen jüdischer Abstammung, ermordet. „Zunehmend wird die christliche Welt als Kollaborateur des grausamen Judentums dargestellt“ attestierte der Verfassungsschutz Nordrhein-Westfahlen 2009 über die jüngere ideologische Entwicklung der MHP.

Die österreichische AnhängerInnenschaft der „Grauen Wölfe“ konnte in den letzten Jahren ihren Einfluss zunehmend ausbauen. Das liegt zum einen am verstärkten Zulauf durch Jugendliche mit türkischem Migrationhintergrund, die sich angesichts des ihnen entgegenschlagenden Alltagsrassismus mehr und mehr in die eigene Community zurückziehen. Zum anderen werden die Ultra-Nationalisten von der österreichischen Politik sogar gefördert. Dies geschieht zum Teil aus Unwissenheit, zum Teil aber durchaus aus Kalkül: In Linz etwa wurde den Faschisten 2009 sogar das Rathaus für eine Propaganda-Veranstaltung überlassen:
http://kvinfoladenwels.wordpress.com/2009/11/16/der-rote-esel-und-die-grauen-wolfe

Bereits am 1. Mai 2007 marschierten SPÖ und FaschistInnen gemeinsam – allerdings mussten letztere die Party etwas früher verlassen, um den Maiaufmarsch der türkischen und kurdischen Linken anzugreifen – ein 14-jähriges Mädchen wurde durch einen Steinwurf schwer verletzt. Priorität hat für die „Grauen Wölfe“ momentan aber nicht der Kampf auf der Strasse, sondern in den Integrationszentren- und beiräten, in den Bezirks- und Landesschulräten. Hier gilt es sich Geld, Einfluss und das Wohlwollen österreichischer Notabeln zu sichern, und gleichzeitig die Positionen der liberalen, säkularen und linken TürkInnen und KurdInnen zurückzudrängen.

Mit realen Integrationsbemühungen hat das Engagement der „Grauen Wölfe“ und andere nationalistischer Vereine freilich wenig zu tun, im Gegenteil, wie auch der Verfassungsschutz Baden-Würtemberg attestiert:
„Es liegt auf der Hand, dass durch die Zugehörigkeit zu einem Verein dieser Ausrichtung eine Integration in die deutsche Gesellschaft gleichsam unmöglich erscheint, richten sich doch die Ziele der ‚Idealisten‘ nicht nur gegen das friedliche Zusammenleben der Völker, sondern sind gleichzeitig auch als antidemokratisch, antiliberal und antipluralistisch zu werten.“

In österreichischen Verfassungsschutzberichte finden die türkischen Faschisten keine Erwähnung, offenbar ist man zu sehr mit der Überwachung von TierschützerInnen beschäftigt, um sich auch noch dieses Problems anzunehmen. Es gibt aber ein anderes Papier aus dem Innenministerium wo sie auftauchen: Im Suchmittelkriminalität-Jahresbericht 2009 als „politisch motivierte Tätergruppe“ im „Heroingroßhandel“:
http://www.praevention.at/upload/documentbox/Bericht2009.pdf

Dieser Artikel von Thomas Rammerstorfer ist vor 5 Monaten erschienen auf:
http://termit.kritisches-salzburg.net/2011/06/kreide-gefressen-die-faschistischen-%E2%80%9Egrauen-wolfe%E2%80%9C-buhlen-um-sympathien-in-osterreich

Generelle Infos und Kontakt zum Vortrag über die grauen Wölfe gibt es hier:
http://wp.welsgegenrechts.at/2011/01/25/brauntoene-grauewoelfe

Weiteres zu den grauen Wölfen in Wels:
“Ein weiteres Problemfeld, das uns in Zukunft noch viel Freude bereiten wird, sind nationalistische Stimmungen unter MigrantInnen. Erfahrungen aus Deutschland zeigen, dass Ethnisierungstendenzen gerade unter dem Druck einheimischer RassistInnen anwachsen. Zudem gibt es häufig militant-nationalistische bzw. religiöse Konflikte in den Herkunftsländern. In Wels äußern sich solche Ansichten etwa in Graffitis bosnischer, albanischer oder tschetschenischer („Chechen Black Wolves“) NationalistInnen.
Die türkischen Faschisten der „Grauen Wölfe“ sind im „Avrasya“-Verein in der Eisenhowerstraße organisiert, eine Abspaltung firmiert seit dem Frühjahr 2011 in der Salzburger Straße. (Dabei handelt es sich nicht um die ATIB, die dort auch ein Lokal hat.)”
http://wp.welsgegenrechts.at/2011/12/06/seit-45-rechtsextremismus-und-neonazismus-in-wels

Welche Teile gemeinsam die “AntiFa Wels” ausmachen

Das "Welser Bündnis gegen Rechtsruck" gründete sich für die Demo zur Bürgermeister-Stichwahl im Oktober 2009:
buendnis@welsgegenrechts.at

Die jungen AntiFas von "YEAH" kooperieren seit Ende 2009:
yeah@welsgegenrechts.at

Die schon ältere "Welser Initiative gegen Faschismus" findet sich auf: www.antifa.at

Kontakt zu unseren Vorträgen
• Brauntöne
• Brauntöne 2.0
Graue Wölfe
• OÖ ganz rechts
• Let's talk about Nazis
• Nicht nur ein Skin(n)viertel
gibts auf www.brauntoene.at

Geschichte von Nazis... in Wels

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