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Neonazis posieren vor Hitler-Geburtshaus – Kommunistische Jugend und Infoladen Wels dokumentieren rechtsextreme Vorfälle – „Dringendster Handlungsbedarf gegeben!“ – Antifaschistische Demonstration am 14. April

Frecher denn je treten jugendliche Neonazis in Braunau auf: Skinheads posieren vor dem Hitler-Geburtshaus für Erinnerungsfotos, Hakenkreuze werden gleich reihenweise tätowiert, SS-Symbole offen gezeigt, AntifaschistInnen mit Mord bedroht. „Die Situation ist nicht mehr tragbar“, so Lukas Haslwanter, Sprecher der Kommunistischen Jugend aus Braunau.
Der Linzer Rechtsextremismus-Experte Thomas Rammerstorfer bestätigt: „Braunau ist zur Hochburg einer neonazistischen Jugendkultur geworden. So schlimm ist es wohl sonst nirgends in Österreich, das wird ihnen auch jeder Jugendarbeiter dort bestätigen“. Die Neonazis sind in verschiedenen Kameradschaften organisiert wie dem „Sturmführerkommando“ (Sfk).
Erkennungszeichen: Alle Aktivisten haben Hakenkreuze tätowiert. Die Tatoos werden vom Braunauer Christoph B. angefertigt.
(Bild: Facebook-Namen der Neonazis des “Sturmführerkommando”)

Eine weitere Kameradschaft sind die „Autonomen Nationalisten Braunau“, die auch einen Blog betreiben. Treffpunkt der Szene ist auch der örtliche „Thorshop“ am Kirchenplatz, in dem die unter Rechtsextremen beliebte Kleidungsmarke „Thor Steinar“ vertrieben wird. Besitzer Thoralf M. posiert auch gern mal mit seinen Jungs für Erinnerungsfotos.

Viele Aktivitäten auch im Internet – Behörden untätig

Erschreckendes fördert ein Blick auf Facebook zu Tage. Hier toben sich die Jung-Nazis völlig ungeniert aus. „Ein jude sollte wie eine lampe sein hängen bei tag und brennen bei nacht“, postet etwa Hannes A. auf seiner Seite. Fast 500 FreundInnen können dies sehen, keiner widerspricht, dutzende meinen „Gefällt mir“. Auf zahlreichen Bildern posieren Neonazis, zeigen offen ihre Einstellung mit einschlägigen Abzeichen. Ein kursierendes Foto zeigt 4 Nazi-Skinheads – darunter besagter Hannes A. – vor Hitlers Geburtshaus posierend. „Die Neonazis fühlen sich völlig sicher“, meint Rammerstorfer, „und tatsächlich haben sie von den Behörden anscheinend nichts zu befürchten. Der Verfassungsschutz hat seine Arbeit mehr oder weniger eingestellt.“

Auch die lokale Polizei zeigt wenig Elan: Ein Antifaschist, der im Internet mehrfach mit Mord bedroht wurde, wurde einfach vertröstet: Das sei zuwenig für eine Anzeige.
Der Braunauer Polizeikommandant Pumberger verkündete am 5.1.2012 auch öffentlich: „Die rechtsradikale Szene im Bezirk Braunau gibt es nicht“ http://nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/braunau/art14857,791905

„Behörden und Politik müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie am rechten Auge blind sind!“, zeigt sich Haslwanter empört, „Angesichts der Gewaltbereitschaft der Braunauer Neonazi-Szene braucht es am Samstag, dem 14. April 2012, einen breiten, gemeinsamen Protest gegen Rechts!“ An diesem Datum findet auch heuer wieder die jährlich stattfindende antifaschistische Demonstration des Bündnis „braunau gegen rechts“ statt. Im vergangenen Jahr wurde dieser friedliche Protest von über 30 Braunauer Neonazis gestört.

Braunauer Neonazis von den “Bulldogs” zeigen Hitlergruß vor dem KZ Mauthausen:

Symbol der Braunauer Kameradschaft „Sturmführerkommando“ (Christoph B. aus Braunau):

Zwei Braunauer Neonazis die ganz offen SS-Symbole zeigen:

Auch Kontakte zum militanten Blood&Honour-Netzwerk scheinen zu existieren:

Harald N. beim zeigen des Hitlergrußes:

Sehr junger Neonazi aus dem Raum Braunau:

Fotos/Beschreibungen ohne Gewähr übernommen von: http://kjoe.at/?p=953

Quelle dieser gemeinsamen Presseaussendung von KJÖ und Infoladen Wels vom 26. Jänner 2012:
http://kvinfoladenwels.wordpress.com/2012/01/26/%E2%80%9Ebraunau-hochburg-gewalttatiger-neonazis

Artikel zum Thema auch hier:
http://www.stopptdierechten.at/2012/01/22/oberndorf-szbg-rechte-gewalt-%E2%80%9Evon-auswarts%E2%80%9C

Artikel zum Innviertel:
http://wp.welsgegenrechts.at/category/innviertelgegenrechts-at

Vom FPÖ Neujahrstreffen 2012 können wir folgendes dokumentieren:
• Ein Neonazi mit Jacke der verbotenen deutschen NS-Band Landser wurde problemlos eingelassen!
• AntifaschistInnen wurden hingegen der Eintritt verwehrt.
• Ein Antifaschist, der hineinkam, wurde von der Polizei “beamtshandelt”.
• Mit einem Platzverbot schirmte die Polizei die FPÖ auch von jeglicher Kritik durch die ansonsten erfolgreiche Gegendemo ab.


(Bildquelle/Urheber der 4 Landser- bzw. Demo-Fotos: YEAH | welsgegenrechts.at)

Deutlicher kann ein Bild kaum sein: Ein Security hält dem Neonazi beim FPÖ-Neujahrstreffen sogar noch die Tür auf.
Eine Zeugin des Geschehens berichtete uns folgendes:

“Ich habe einige interessante Beobachtungen beim heurigen Neujahrstreffen der FPÖ in Salzburg gemacht, die ich euch gerne schildern würde, da ich es für notwendig erachte, derlei Infos an Organisationen wie eure weiterzuleiten.
Mein Plan war, als Beobachterin am gestern in der Salzburgarena stattgefundenen Neujahrstreffen der FPÖ teilzunehmen. Als ich bei der Arena ankam, wartete ich noch einige Zeit vor der Veranstaltungshalle und beobachtete, wie ein junger Mann ohne Probleme eingelassen wurde, der eine Landser-Jacke sowie New-Balance-Schuhe trug – beides Kleidungsstücke, die eindeutig auf die neonazistische Gesinnung des Trägers verweisen. Mir gelang es, davon zwei Fotos zu machen.
Kurze Zeit später versuchten auch ich und eine Kollegin, die Veranstaltung zu betreten und wurden am Einlass von einem Ordner gefragt, welcher Parteiorganisation wir denn angehören. Ich antwortete, dass wir diese öffentliche Veranstaltung lediglich als Privatpersonen besuchen wollen, woraufhin der Ordner meinte: “Wir lassen nur Leute ein, die zu uns passen. Wir wollen keine Leute wie Sie hier haben.”
Ich wiederholte mein Anliegen, woraufhin der Mann – der wohlgemerkt lediglich Ordner der Veranstaltung war – meinen Ausweis sehen wollte. Mit dem Hinweis, dass er in keinster Weise über das Recht verfügt, meinen Ausweis zu sehen oder auch nur zu verlangen, verließen wir den Eingangsbereich. Als wir uns einige Meter entfernt hatten, kam ein anderer Ordner hinter uns aus dem Gebäude und versuchte, uns zu fotografieren.”

Info zu Landser: “Musikgruppe aus dem neonazistischen Milieu.[1] Die Gruppe wurde letztinstanzlich im März 2005 vom Bundesgerichtshof als erste Musikband zur kriminellen Vereinigung erklärt.” http://de.wikipedia.org/wiki/Landser_(Band)
Info zu New Balance: “Das Markensymbol der Lauf- und Sportschuhe ist ein aufgenähtes »N«. Im neonazistischen Spektrum wird das als Kürzel für NationalsozialistIn/NationalistIn gedeutet.”
http://dasversteckspiel.de/index.php?id=28&stufe=28&finder=1&artikel=9

Und als ob es nicht schon genug wäre, dass Neonazis bei der FPÖ ein und aus marschieren, gefährdet der Staatsapparat auch noch AntifaschistInnen die dagegen vorgehen, wie folgende Zeugenaussage zeigt:

“Als die Tiraden von Strache schon im Gange waren, wollte ich ebenfalls die Veranstaltung besuchen. Es wurde aber auf Personen die nicht rechts genug aussehen geachtet. Letztlich konnte ich mich dann aber an eine Gruppe anhängen, und mir die Rede anhören.
Als ich am Ende des Treffens zum Ausgang ging, wurde ich von 2 Polizisten “zur Brust genommen”. Es wurde schroff mein Ausweis verlangt. Ich entgegnete, dass es ja erlaubt sei die Veranstaltung zu besuchen und fragte wieso gerade ich “beamtshandelt” werde. Mir wurde, dass dann ungefähr so erklärt: “Die Demo vorher war gewalttätig – es haben welche Schneebälle geworfen. Damit gehen wir davon aus, dass auch hier Straftaten begangen werden. Sie als potenziellen Straftäter schreiben wir auf, damit wir dann wissen wer es war.”
Was ich denn alleine unter 1900 FPÖlern anstellen könne wurde mir nicht beantwortet. Einer ging dann mit meinem Ausweis in Richtung FPÖ-Security ums Eck, was dort mit meinen Daten passierte kann ich nicht sagen. Auf meine Frage ob es wirklich so gut ist, mich hier zu “enttarnen” und damit zu gefährden, meinten sie, falls ich mich fürchte können sie mich ja überhaupt “wegbegleiten”.
Erst jetzt gab mir endlich einer der beiden seine Dienstnummer und stellte sich als “Kommandant Hoffmann” vor. Ich ließ das “Angebot” mitgenommen zu werden, denn jetzt war mir klar wieso Strache in seiner Rede die Polizei so ausdrücklich gelobt hatte. Schließlich gaben sie einigen RFJlern die Möglichkeit das Ganze zu beobachten und wohl sogar meinen Namen mitzuhören.
Auch machten die Polizisten keine Anstalten den Neonazi mit der Landser-Jacke ausfindig zu machen – frei nach dem Motto: Unsere Polizisten decken die Faschisten.”

Als ob das nicht schon genug wäre, erteilte die Polizei der antifaschistischen Demonstration auch ein Platzverbot, das sie ca. 400 Meter fernhielt und damit die FPÖler vor jeglicher Kritik schützte!
Vor 6 Jahren, beim Neujahrstreffen in Wels war das noch möglich. Und so wurde diesmal wohl auch verhindert, dass FPÖler am Verbotsgesetz vorbeischrammen mit Ausssagen wie: “Vor 60 Jahren wär’n wir gonz anders mit euch obgfahr’n!” http://roteswels.at/?m=200601
Außerdem marschierte die Exekutive in die Demo, weil einzelne aus dieser Schneebälle(!) auf durch Körperpanzer geschützte Polizisten warfen…

Abgesehen davon, dass es für den Demo-Endpunkt nicht wirklich einen Plan gab, waren die ca. 300 Leute bei der Demo ein erstes lautstarkes Zeichen in Salzburg.
An der Bündnis-Organisation muss weiter gearbeitet werden, aber alleine das ca. 20 Gruppen mit unterstützten war ein wichtiger Erfolg!
Die Bündnis-UnterstützerInnen finden sich auf:
http://wp.welsgegenrechts.at/2011/12/29/salzburg-fpo-neujahrtreffen-gegendemo-21-1-1100

ORF-Salzburg Bericht: http://salzburg.orf.at/news/stories/2517947
http://tvthek.orf.at/programs/70019-Salzburg-heute/episodes/3475517-Salzburg-heute/3476875-Proteste-gegen-FPOe-Neujahrstreffen

Ps:
• Wer aktiv werden will – am Freitag gibt es die Möglichkeit:
http://wp.welsgegenrechts.at/2012/01/23/wien-nowkr-treffpunkte-bus-aus-salzburg-wels-linz
• FPÖler beschweren sich darüber, dass der ORF die BesucherInnenzahlen des Neujahrtreffen nach unten revidierte:
http://unzensuriert.at/content/006747-Unabhaengige-ORF-Journalisten-verstecken-FPOe-Neujahrstreffen
Wenn angeblich 2500 Menschen beim Treffen waren, dann ist diese Zahl entweder gelogen – oder man gibt zu durch Überfüllung die Sicherheit der eigenen “Kameraden” zu gefährden. Denn laut Bestuhlungsplan ist die maximale Anzahl an Sitzplätzen im Parterre: 1.940
http://salzburgarena.at/index.php?id=1432
• Damit es nicht geleugnet werden kann: Ein Foto, dass es sich oben tatsächlich um den Eingangsbereich handelt, liefern ebenfalls FPÖler selbst:
http://unzensuriert.at/content/006766-Demo-gegen-das-FPOe-Neujahrstreffen
• Die rote Schrift unterhalb des Landser-Jackenmotivs lautet wahrscheinlich “Eine deutsche Legende”:
http://welt.de/multimedia/archive/00535/Nazis_landserjacke__535461s.jpg

• Wieso sich die FPÖ ums “Drippel-A” sorgt und wie der RFJ Salzburg auf einen “Radiobereicht”, dass einer seiner Funktionäre Nazi-Artikel bestellt haben soll, reagiert – das findet sich hier:
http://wp.welsgegenrechts.at/2012/01/26/deutsch-statt-nix-verstehn-fpo-besorgt-ums-drippel-a

Am 22.Juni ab 19:00 gibt es in Wels erstmals den Vortrag “Oberösterreich ganz rechts” – im Lokal der DIDF Stadtplatz 40 (in der Passage Richtung Freiung):
http://facebook.com/event.php?eid=207240372648355
Infos zum Vortrag: http://wp.welsgegenrechts.at/category/antifa-vortrage/

Gegen den Burschentag in Steyr gibts am 11. Juni ab 17:00 eine Demo:
http://gegen-burschentag.at/
http://facebook.com/event.php?eid=146551185415848

Die Burggarten-Besetzung des Jahres 2011 ist am Freitag, dem 17. Juni:
http://www.facebook.com/event.php?eid=215324811834260

Auch heuer gibt es aus Wels wieder eine gemeinsame Anreise zur jährlichen AntiFa-Demo, rund den Hitler-Geburtstag am 20. April.
Nachdem bei einer Demo gegen rechte Gewalt in Salzburg am 9. April 450 Menschen waren, gilt es diesen Erfolg noch zu übertreffen:

Abfahrts-Treffpunkte zur Demo, die 2011 am 16.4. (Samstag) stattfindet:
11:45 Linz Hauptbahnhof beim Postamt
12:15 Wels Hauptbahnhof-Vorplatz
Rückkunft: in Wels/Linz ca. 20:00

Alle weiteren Infos nach der Anmeldung unter yeah@welsgegenrechts.at
Denn im Fb-Event kann man sich nicht fix anmelden – hier gibts aber weitere Infos: http://facebook.com/event.php?eid=181571308555934

Übrigens mobilisiert die “Nationale Volks Partei” heuer zur Demo!
Angeblich will sie auch antifaschistisch demonstrieren: http://nvp.at/?p=4904
Eigentlich will sie wohl eher selber “gewaltbereit” (?) gegen “Rotfaschisten” vorgehen, wie sich im Artikel von Robert Faller zeigt: http://nvp.at/?p=4928

Die diesjährigen Proteste gegen den WKR-Ball können wohl kaum als erfolgreich bezeichnet werden, hingegen gelang bei nicht unähnlichen Voraussetzungen in Dresden die Blockade der Nazi-Versammlung. Gemeinsam war beiden AntiFa-Mobilisierungen freilich, dass sie es mit der geballten Repression des Staatsapparates zu tun hatten!

Bei einer anderen Mobilisierung letztes Wochenende hatten die staatlichen Repressalien leider Erfolg: Kurz vor der AntiAbschiebungs-Demo “Melitus muss bleiben” am 18. in Linz wurde bekannt, dass der betroffene Flüchtling “freiwillig” unterschrieben hatte nach Nigeria zurückzukehren. (Event der Demo: http://facebook.com/event.php?eid=188281014537254)

Gegen FaschistInnen agiert der Rechts-Staat naturgemäß eher gar nicht. So offenbarte der Polizist Uwe Sailer, dass gerade in OÖ bewusst nichts gegen Neonazis unternommen wird:
http://derstandard.at/1297818685473/STANDARD-Interview-Man-kann-diese-Leute-dingfest-machen
(Zur Sache selbst sei verraten, dass es eigentlich viel schlimmer ist als im Standard zu lesen. Diese ARD-Reportage ließe sich 1:1 auf Österreich übertragen: https://www.youtube.com/watch?v=Vy0VLy9jRoU)

Da sind die Appelle vom Umfeld des oö. Antifa-Netzwerks (SPÖ, Grüne, ÖGB, Kirchen, Mauthausen Komitee…) man möge gegen die NVP und die Welser “Bunten” endlich Anklage erheben, natürlich löblich – wirklich ändern werden sie freilich wohl kaum etwas:
http://derstandard.at/1297818514666/Wiederbetaetigung-Unertraegliche-Laxheit-der-Strafjustiz

Stattdessen sollten wir lernen wie AntiFaschismus GEGEN den Staat durchgesetzt werden kann. So war es ursprünglich geplant auf welsgegenrechts.at mitzumobilisieren nach Dresden – Da die Busse von Wien aus aber sowieso überfüllt waren, jetzt die Lehren aus der Blockade:

Dresden zeigt es Wien vor!
Zwar gibt es in Österreich keinen fixen jährlichen Nazi-Aufmarsch, dafür treffen sich Europas Rechtsextreme beim WKR-Ball zum Feiern im Gebäude des Staatsoberhauptes, eine mindestens genauso fatale Symbolik, die eine ebenso große Mobilisierung ermöglichen würde.
Aber während in Dresden die Demonstranten durch ihre schiere Masse die Polizeitaktik des Verbieten, Einkesseln und Niederknüppeln umgehen konnten, lieferten sich in Wien wenige Hundert ein wirkungsloses Katz-und-Maus-Spiel. Zum antinationalen NoWKR-Bündnis meinte ein Demonstrant im Nachhinein sinngemäß: “Ein Bündnis gab es eigentlich nicht, sondern nur ein paar Einzelne, die bis einen Tag vor der Demo die restliche Linke einfach nur vollendete Tatsachen gestellt haben. Das Verhalten der Polizei ist ein Fakt über das man sich ewig ärgern kann, aber was die AntiFa macht kann man ändern.”

Im Gegensatz dazu ist die zentrale Erkenntnis in Dresden, dass man es mit einem breiten Aktionskonsens schafft, Nazis wie Polizei “Schach matt” zu setzen:
“Wir leisten zivilen Ungehorsam gegen den Naziaufmarsch.
Von uns geht dabei keine Eskalation aus.
Unsere Massenblockaden sind Menschenblockaden.
Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Naziaufmarsch zu verhindern.”
http://www.dresden-nazifrei.com/images/stories/material/dresden-nazifrei-prsentation.pdf

Medienberichte:
Blockadeerfolg: http://www.spiegel.de/video/video-1110355.html
(Für alle Welser: Auf Sekunde 28 sind hier übrigens ein paar alte Bekannte zusehen!)
Polizei attackiert statt Nazis das antifaschistische Bündnis:
http://www.spiegel.de/video/video-1110518.html
http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/dresden-nazifrei-im-visier-des-lka/

Weiteres von einer Gruppe, die sich in Wels einmal unbeliebt machte, aber sei es drum:
Ein breites Bündnis gegen den WKR-Ball 2012!
Kleinere Demonstrationen der „Üblichen Verdächtigen“ führen – das haben wir auch schon in den letzten zwei Jahren bitter gespürt – zu keinem nennenswerten Erfolg. Sie werden verboten, kriminalisiert und in den Medien diffamiert. Erfolgreiche Blockaden wurden stets durch breite Bündnisse wie „Dresden stellt sich quer“ organisiert.
Wer soll Teil dieses Bündnisses sein?
Wir setzen uns für ein Bündnis ein, das alle miteinschließt, die von der rechten Gefahr bedroht sind: MigrantInnen, Linke und die organisierte ArbeiterInnenbewegung. GewerkschafterInnen, MigrantInnenorganisationen und KZ-Opferverbände müssen ebenso teilnehmen wie verschiedene linke Organisationen. In vielen dieser Organisationen gibt es Menschen, die letztes Jahr und heuer auf den Demos sind, noch mehr, die erschüttert sind über diese Politik. Wir müssen jetzt Druck auf und in diesen Organisationen – insbesondere den Gewerkschaften – aufbauen, damit ihre Aktivitäten 2012 über schöne Worte hinausgehen. Wir brauchen ein demokratisches Bündnis, in dem nicht einige Wenige Fakten setzen, die dann alle ausbaden müssen, sondern wo demokratisch über Ziele und Taktik der Aktionen diskutiert und entschieden wird.
Politische Kampagne statt „Dezentrale Aktion“!
Nach dem WKR-Desaster 2010 erreichte eine Facebook-Gruppe, die ein Volksbegehren gegen den WKR-Ball 2011 forderte, in wenigen Tagen ein paar tausend UnterstützerInnen und große mediale Aufmerksamkeit. Natürlich bringt so ein Web-Protest nicht besonders viel, aber es zeigt das Potential für eine solche Kampagne. Es wird nicht reichen, Unterschriften zu sammeln, aber es kann ein Teil einer breit angelegten politischen Kampagne sein. Ziel ist es, dass die Rechten sich überhaupt nicht in der Hofburg oder sonstwo treffen können. Ziel ist es auch, eine Demonstration zu organisieren, die so groß ist, dass sie – selbst wenn sie verboten werden sollte – nicht von der Polizei gestoppt werden kann. Ziel ist es, dass PolitikerInnen von SPÖ und Grünen so unter Druck geraten, dass sie Teil einer Bewegung gegen den WKR-Ball 2012 werden. Eine rot-grüne Stadtregierung hat Möglichkeiten, das rechte Treffen zu verhindern. Doch bisher hat sie NICHTS getan. Unser Ziel muss es auch sein, einen solchen öffentlichen Druck und Druck in den Organisationen aufzubauen, dass diese Stadtregierung endlich aktiv etwas tut um dieses Treffen zu verhindern.
Ziel ist es auch, für 2012 eine europaweite antifaschistische Mobilisierung zu organisieren. Nicht ein paar individuell angereiste DemonstrantInnen, sondern ein europaweiter Aufruf durch die beteiligten Organisationen ist hierzu notwendig.
All das ist viel zu tun – fangen wir JETZT an, damit sie heuer das letzte Mal getanzt haben!”

Hier ein Nachtrag zu unserer Kategorie innviertelgegenrechts.at:
Nach der von der JG Schärding Stadt veranstalteten Demo gegen Rassismus am 5. Mai ist die FPÖ immer noch gekränkt. Denn ihr ehemaliger Nationalrat Lutz Weinzinger ist auf der Kundgebung/Veranstaltung vom Landesvorsitzenden der FreiheitskämpferInnen, Peter Weidner, als rechtsradikal bezeichnet worden.
Viel trauriger ist aber, dass der “Sozialdemokrat” Vizebürgermeister Högl sich dann wegen des Drucks der FPÖ schockierenderweise vom antifaschistischen Engagement seiner jungen Mitglieder und den Aussagen des honorigen “Bund sozialdemokratischer Freiheitskämpfer, Opfer des Faschismus” distanzierte! Grund für diesen Schwenk war angeblich nur, dass die Blauen drohten gegen die Subventionen für die SPÖ-Parteijugend (die JG Schärding Stadt) zu stimmen.
http://nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/schaerding/art14856,521532
Diese Abgründe zeigen wie richtig und wichtig antifaschistische Aktion im Innviertel war und ist.

Update: Mittlerweile bekräftigt der Vorsitzende der JG Bezirk Schärding Armin Schusterbauer sich auch von SP-Vizebürgermeister Högl keinen Maulkorb umhängen zu lassen: “Wir bekennen uns zu der Veranstaltung, der Rede und den Freiheitskämpfern!”
http://nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/schaerding/art14856,530291

Die Reaktion der JG OÖ im Sinne der OrganisatorInnen der Schärdinger Demo:

JG nennt Dinge beim Namen! Rafalt: „Raus mit der Wahrheit!“
Utl.: Die FPÖ soll endlich ihr wahres Gesicht zeigen

Die Junge Generation distanziert sich in keiner Weise von jenen Aussagen, die im Rahmen einer Gemeinderatssitzung in der Stadt Schärding scheinbar heftige Proteste der freiheitlichen Fraktion auslösten. Ein Artikel auf www.nachrichten.at unterstellt dies fälschlicherweise. „Es ist unser Stil, die Dinge beim Namen zu nennen und wir sehen keinen Grund, gerade jetzt davon abzuweichen“, zeigt Philip Rafalt, der Landesvorsitzende der Jungen Generation, keine Einsicht. Ganz im Gegenteil: „Die Angriffe der FPÖ aufgrund einer Demo der Jungen Generation Schärding gegen Rechtsextremismus im Frühjahr 2010 ein Zeichen dafür, wie tief die FPÖ in diese Kreise bereits eingetaucht ist.“ „Die Wahrheit lässt sich nicht länger verbergen. Die FPÖ sollte der Bevölkerung doch reinen Wein einschenken und sich nicht länger als Wolf im Schafspelz präsentieren. Das wäre nur konsequent und ehrlich“, gibt Rafalt den Freiheitlichen abschließend zu bedenken.
Quelle: http://www.jg-ooe.at/1080+M5b03adea3d2.html

Übrigens glaubt FPÖ-Politiker Standhartinger laut OÖN-Artikel auch von einer JG-Veranstaltung im Vorjahr(!) zu sprechen. Kann nicht sein, die JG Schärding-Stadt wurde erst im Februar dieses Jahres (2010) gegründet:
http://www.jg-ooe.at/1080+M5ee29787d6e.html

Mit insgesamt knapp 90 TeilnehmerInnen ging der erste Schärdinger Aufschrei gegen die Innviertler Nazi-Szene erfolgreich über die Bühne.
Nach dem von der JG Schärding organisierten Fackelzug „Gegen Gewalt und Rassismus“ beeindruckte vor allem die Rede von Peter Weidner die BesucherInnen.

Prominentes Medienecho gabs im Standard:
http://derstandard.at/1271375951560/Internet-Aufruf-Rechte-koennten-SP-Kundgebung-stoeren

Engagierte Leute der JG Schärding haben sich entschlossen mitten im Innviertel einen Aufschrei gegen die dortige Nazi-Szene zu starten.
Sie veranstalten einen Fackelzug “Gegen Gewalt und Rassismus”, am 5. Mai ab 18:30 vom Kriegerdenkmal bei der alten Innbrücke zum Stadtplatz.

Es ist wichtig diese Mobilisierung tatkräftig zu unterstützen, deshalb die gemeinsame Anreise aus Wels: Treffpunkt 17:30 Hauptbahnhof Wels.
http://www.facebook.com/event.php?eid=120054188014261
Interessante Infos zur Szene im Artikel “Nicht nur ein Skin(n)viertel”:
http://kvinfoladenwels.wordpress.com/2009/03/19/nicht-nur-ein-skinnviertel/

Der (wie auch von uns beobachtet wurde) großangekündigte Nazi-Aufmarsch der NVP am 8.Mai ist mittlerweile abgesagt bzw. nach München verlegt.
Trotzdem wird ein Bündnis an diesem Tag der Befreiung vom Faschismus über Linz wachen und um 19:00 mit einer Demo vom Volksgarten aus über Landstraße ziehen.

Mehr als 450 Menschen beteiligten sich trotz Nazi-Drohungen an dem Demonstrationszug durch die Stadt Braunau – Infos auf: http://braunau-gegen-rechts.info/.

Wir sind gemeinsam aus Wels angereist. Demo-Fotos von Tobi Stadler auf: http://tobistadler.wordpress.com/2010/04/19/keine-nazis-in-unserer-stadt-braunau/

Welche Teile gemeinsam die “AntiFa Wels” ausmachen

Das "Welser Bündnis gegen Rechtsruck" gründete sich für die Demo zur Bürgermeister-Stichwahl im Oktober 2009:
buendnis@welsgegenrechts.at

Die jungen AntiFas von "YEAH" kooperieren seit Ende 2009:
yeah@welsgegenrechts.at

Die schon ältere "Welser Initiative gegen Faschismus" findet sich auf: www.antifa.at

Kontakt zu unseren Vorträgen
• Brauntöne
• Brauntöne 2.0
Graue Wölfe
• OÖ ganz rechts
• Let's talk about Nazis
• Nicht nur ein Skin(n)viertel
gibts auf www.brauntoene.at

Geschichte von Nazis... in Wels

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