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Der schon monatelange Postenschacher rund um den neuen Welser Magistratsdirekor ist auch aus antifaschistischer Sicht brisant, denn Blau-schwarz will offenbar einen deutschnationalen schlagenden Burschenschafter durchsetzen!
Die SJ Wels und der Infoladen haben dazu Texte veröffentlicht.

Doch zuerst ein Appell aus dem “öö. Antifa-Netzwerk-Info”:
“Für die zahlreichen Organisationen der Zivilgesellschaft in Wels ist es allerhöchste Zeit, aufzuwachen und in einem breiten Bündnis den Kampf gegen die drohende blau-schwarze Machtübernahme zu beginnen – aus demokratisch-antifaschistischen Motiven und auch weil sich unschwer vorhersagen lässt wie die Finanzierung fortschrittlicher Kultur-, Sozial-, Integrations- und Entwicklungsprojekte unter einem FPÖ-Bürgermeister aussehen würde.
Aktionen nach der Wahl kommen mit Sicherheit zu spät.”

• Linkes Plenum zum Thema Blau-Schwarz am 5. Februar um 16:00 bei der Didf, Plobergerstr. 7 Wels: http://facebook.com/events/246356092105710
• Demo gegen den “Burschenbundball” am 11. Februar 18:00, Hauptplatz Linz:
http://wp.welsgegenrechts.at/2012/01/30

PA: FPÖVP-Wels Burschenschafter-Kandidat stoppen!
Utl.: SJ an SPÖ: Nur Demokratie im Magistrat ist Ausweg aus blauschwarzem Postenschacher beim Magistratsdirektor! (…)

“Es besteht also die Befürchtung, dass es demnächst unter der FPÖ im Magistrat so ‘geschmiert’ laufen soll, wie unter Grasser und co.”, so der SJ-Vorsitzende,
“In Richtung ÖVP muss man fragen: Wieso forcieren sie einen Deutschnationalen, während sogar ÖVP-Chef Spindelegger auf Distanz zu den ‘neuen Juden’ vom WKR-Ball geht!”

(…) darf die SPÖ nicht immer weiter nach rechts abdriften. Hierzu die SJ: “Mit Forderungen wie ‘Für eine Polizeiinspektion im Stadtteil Noitzmühle’, verstärkt man leider das irreale rassistische Gefühl von vielen, dass ‘Ausländerviertel’ ein ‘Sicherheitsproblem’ sind. Davon kann unglücklicherweise nur die FPÖ profitieren!”

Der weitere Text der Presseaussendung und alle Links zum Thema auf Homepage der SJ Wels: http://roteswels.at/?p=1588
Die Infos zum blau-schwarzen Kandidaten stammen aus folgendem Artikel:

Ein „Obergermane“ als Welser Magistratsdirektor?

“…die Corpsstudenten, die unter dem Schutze der akademischen Immunität einen Prügelterror ohnegleichen etablierten und bei jeder politischen Aktion auf Ruf und Pfiff militärisch organisiert aufmarschierten.
Zu so genannten ›Burschenschaften‹ gruppiert, zerschmissenen Gesichts, versoffen und brutal, beherrschten sie die Aula… mit harten, schweren Stöcken bewaffnet…; unablässig provozierend, hieben sie bald auf die slawischen, bald auf die jüdischen, bald auf die katholischen, die italienischen Studenten ein und trieben die Wehrlosen aus der Universität”

(Stefan Zweig über die deutschnationalen Burschenschafter)

Wels sucht einen neuen Magistratsdirektor. Nachdem ÖVP und FPÖ, die im Stadtsenat über die Mehrheit verfügen, alle für die SPÖ erträglichen KandidatInnen abgelehnt hatten, lohnt es sich einen Blick auf den gemeinsamen Favoriten der blau-schwarzen Allianz zu werfen: Peter Georg Franzmayr.
Der Sohn des Schwanenstädter FP-Stadtparteiobmanns hat schon eine feine Karriere hinter sich: Als in den Jahren der schwarz-blauen Bundesregierung sich eine wahre Amterlschwemme über deutschnationale und rechtsextreme Burschenschafter ergoss, war Franzmayr zur Stelle, dem Vernehmen nach mit wechselnden Aufgaben:

• Als “Leiter des Büros des Bundesministeriums für Justiz” laut Aktivenverzeichnis der Akademischen Burschenschaft Oberösterreicher Germanen zu Wien, November 2002.
• “In Hubert Gorbachs Kabinett gehören die Korporierten (…) Peter Franzmayer zum Vertrautenkreis. Von dort dürften die letzteren (…) nun auf beamtete Spitzenposten wechseln.”
http://profil.at/articles/0447/560/98462/fpoe-hieb
• “Zuerst im Kabinett Gorbach, später Leiter der extra geschaffenen neuen Sektion „Straße-Luft“ im Verkehrsministerium.”
http://falter.at/web/print/detail.php?id=347

Die meisten seiner ehemaligen Chefs aus der Zeit blauer Regierungsbeteiligung beschäftigen heute keine Mitarbeiter mehr, sondern vor allem die Gerichte – und so sieht sich auch Franzmayr nach einer neuen Betätigung um: In Wels, als Bewerber für die Aufgabe des Magistratsdirektors.

Eins zu erwähnen, hat er in seinem Bewerbungsschreiben vergessen: Seine Zugehörigkeit zu den „Oberösterreicher Germanen in Wien“, einer deutschnationalen, schlagenden Studentenverbindung. „Ehre, Freiheit, Vaterland“ ist deren Motto: Welches Vaterland gemeint ist, ist allerdings unklar.
Das „Colourband“ sowie das Bändchen auf den Kappen der Burschis ist nämlich schwarz-weiß-rot gehalten. Zuletzt fand diese Farbkombination im deutschsprachigen Raum Verwendung als „Reichsfarben“ des NS-Regimes! („Reichsflaggengesetz“ vom 15. September 1935)
Dieses Faktum ist den studierten Germanen im Übrigen durchaus bekannt.
http://obergermanen.at/ueber_uns/schwarz_rot_gold_

Die österreichische Fahne ist bei diesem „nationalen“ Verein nirgends zu finden. Auch mit dem Wort „Österreich“ allein scheint sich der Germanen-Bund schon schwer zu tun, man lässt es gerne weg. So heißt die Homepage schlicht www.obergermanen.at und auch auf Facebook sind sie schlicht die „Obergermanen und Freunde“.

Wie „obergermanisch“ es demnächst am Welser Magistrat zugehen wird, liegt nun vor allem daran, ob die ÖVP zu Einsicht und Vernunft gelangt, und sich nicht mehr als Steigbügelhalter der Rechtsrechten geriert.

Text übernommen von: http://kvinfoladenwels.wordpress.com/2012/01/29/ein-%E2%80%9Eobergermane-als-welser-magistratsdirektor

Ps: Extra-Info von http://roteswels.at/?p=1588
Die “Obergermanen” sind übrigens auch bei der “Burschenschaftlichen Gemeinschaft”, der extrem rechte Verband innerhalb der ohnehin rechten “Deutschen Burschenschaft”. Die “BG” kämpft dafür, dass nur deutschstämmige – also “Arier” – in Burschenschaften aktiv sein dürfen!
http://www.burschenschaftliche-gemeinschaft.de/kontakt/bg-mitgliedsbuende.html
http://fr-online.de/politik/der-burschenputsch,1472596,8660694.html

Neonazis posieren vor Hitler-Geburtshaus – Kommunistische Jugend und Infoladen Wels dokumentieren rechtsextreme Vorfälle – „Dringendster Handlungsbedarf gegeben!“ – Antifaschistische Demonstration am 14. April

Frecher denn je treten jugendliche Neonazis in Braunau auf: Skinheads posieren vor dem Hitler-Geburtshaus für Erinnerungsfotos, Hakenkreuze werden gleich reihenweise tätowiert, SS-Symbole offen gezeigt, AntifaschistInnen mit Mord bedroht. „Die Situation ist nicht mehr tragbar“, so Lukas Haslwanter, Sprecher der Kommunistischen Jugend aus Braunau.
Der Linzer Rechtsextremismus-Experte Thomas Rammerstorfer bestätigt: „Braunau ist zur Hochburg einer neonazistischen Jugendkultur geworden. So schlimm ist es wohl sonst nirgends in Österreich, das wird ihnen auch jeder Jugendarbeiter dort bestätigen“. Die Neonazis sind in verschiedenen Kameradschaften organisiert wie dem „Sturmführerkommando“ (Sfk).
Erkennungszeichen: Alle Aktivisten haben Hakenkreuze tätowiert. Die Tatoos werden vom Braunauer Christoph B. angefertigt.
(Bild: Facebook-Namen der Neonazis des “Sturmführerkommando”)

Eine weitere Kameradschaft sind die „Autonomen Nationalisten Braunau“, die auch einen Blog betreiben. Treffpunkt der Szene ist auch der örtliche „Thorshop“ am Kirchenplatz, in dem die unter Rechtsextremen beliebte Kleidungsmarke „Thor Steinar“ vertrieben wird. Besitzer Thoralf M. posiert auch gern mal mit seinen Jungs für Erinnerungsfotos.

Viele Aktivitäten auch im Internet – Behörden untätig

Erschreckendes fördert ein Blick auf Facebook zu Tage. Hier toben sich die Jung-Nazis völlig ungeniert aus. „Ein jude sollte wie eine lampe sein hängen bei tag und brennen bei nacht“, postet etwa Hannes A. auf seiner Seite. Fast 500 FreundInnen können dies sehen, keiner widerspricht, dutzende meinen „Gefällt mir“. Auf zahlreichen Bildern posieren Neonazis, zeigen offen ihre Einstellung mit einschlägigen Abzeichen. Ein kursierendes Foto zeigt 4 Nazi-Skinheads – darunter besagter Hannes A. – vor Hitlers Geburtshaus posierend. „Die Neonazis fühlen sich völlig sicher“, meint Rammerstorfer, „und tatsächlich haben sie von den Behörden anscheinend nichts zu befürchten. Der Verfassungsschutz hat seine Arbeit mehr oder weniger eingestellt.“

Auch die lokale Polizei zeigt wenig Elan: Ein Antifaschist, der im Internet mehrfach mit Mord bedroht wurde, wurde einfach vertröstet: Das sei zuwenig für eine Anzeige.
Der Braunauer Polizeikommandant Pumberger verkündete am 5.1.2012 auch öffentlich: „Die rechtsradikale Szene im Bezirk Braunau gibt es nicht“ http://nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/braunau/art14857,791905

„Behörden und Politik müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie am rechten Auge blind sind!“, zeigt sich Haslwanter empört, „Angesichts der Gewaltbereitschaft der Braunauer Neonazi-Szene braucht es am Samstag, dem 14. April 2012, einen breiten, gemeinsamen Protest gegen Rechts!“ An diesem Datum findet auch heuer wieder die jährlich stattfindende antifaschistische Demonstration des Bündnis „braunau gegen rechts“ statt. Im vergangenen Jahr wurde dieser friedliche Protest von über 30 Braunauer Neonazis gestört.

Braunauer Neonazis von den “Bulldogs” zeigen Hitlergruß vor dem KZ Mauthausen:

Symbol der Braunauer Kameradschaft „Sturmführerkommando“ (Christoph B. aus Braunau):

Zwei Braunauer Neonazis die ganz offen SS-Symbole zeigen:

Auch Kontakte zum militanten Blood&Honour-Netzwerk scheinen zu existieren:

Harald N. beim zeigen des Hitlergrußes:

Sehr junger Neonazi aus dem Raum Braunau:

Fotos/Beschreibungen ohne Gewähr übernommen von: http://kjoe.at/?p=953

Quelle dieser gemeinsamen Presseaussendung von KJÖ und Infoladen Wels vom 26. Jänner 2012:
http://kvinfoladenwels.wordpress.com/2012/01/26/%E2%80%9Ebraunau-hochburg-gewalttatiger-neonazis

Artikel zum Thema auch hier:
http://www.stopptdierechten.at/2012/01/22/oberndorf-szbg-rechte-gewalt-%E2%80%9Evon-auswarts%E2%80%9C

Artikel zum Innviertel:
http://wp.welsgegenrechts.at/category/innviertelgegenrechts-at

Das Neujahrstreffen der FPÖ findet dieses Jahr in Salzburg statt. Erfreulicherweise gibt es diesmal eine antifaschistische Gegendemonstration!

Samstag, 21. Jänner 2012, 11:00
Treffpunkt: Salzburg, Neue Mitte Lehen, Schumacherstr.
Anschließend Demonstrationszug zur Salzburgarena.
Event: http://facebook.com/events/203697466380023

Die “Neue Mitte Lehen” findet sich bei der Stadt:Bibliothek Salzburg, Schumacherstraße 14:
http://maps.google.com/maps/place?hl=en&cid=16876063998851885923&ved=0CBgQjAVIAA&sa=X&ei=Lk8TT5jdCNm4_AaL8byPCw

Anreise aus OÖ: Rechtzeitig zur Demo mit dem ÖBB OIC 860:
Abfahrten: Steyr 8:47, Linz 9:32, Wels 9:45, Vöcklabruck 10:07.
Dann zur Station “Schule Lehen”, O-Bus 1 Richtung Salzburgarena/Messe.

Gegendemo 2006 in Wels: Erwähnt werden soll hier auch, dass vor 6 Jahren in der Messe Wels ebenfalls eine Gegendemo stattfand. Es war in den 2000er-Jahren die erste AntiFa-Demo in Wels, noch lange vor “Wieser verhindern”…
“Sonntag, der 15. Jänner 2006, halb 10 Uhr morgens, in Wels: Etwa 50 AntifaschistInnen der SJ Wels, der SJ Stadl-Paura/Lambach, des alevitischen Kulturvereins und der ATIGF trotzten fast 2 Stunden der klirrenden Kälte und lieferten WC Strache und seiner FPÖ beim “Neujahrsempfang” einen lautstarken Empfang.” http://roteswels.at/?m=200601

Infos der FPÖ selbst: Salzburgarena: Neujahrstreffen mit HC Strache!
ab 11 Uhr mit der John Otti Band, ab 13:15 Uhr Rede von HC Strache
http://facebook.com/events/333254333369915
http://www.fpoe.at/spezialseiten/termine-detailansicht/?eventID=1739&cHash=2414afdd7d4c60074e2fa9a4a1423903

Offener Protestbrief gegen das FPÖ-Neujahrstreffen in der Salzburgarena:

An: Henrik Häcker (Geschäftsführer des Messezentrum Salzburg)
Petra Pienert (Leiterin Gastveranstaltungen)
Heinz Schaden (Aufsichtsratsvorsitzender; Bürgermeister der Stadt Salzburg)

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wie wir erfahren haben, findet am 21.01.2012 das Neujahrstreffen der Freiheitlichen Partei in der Salzburgarena statt.

Wir, die Unterzeichnenden, protestieren auf das Entschiedenste gegen die Abhaltung dieser Veranstaltung! Das Neujahrstreffen ist eine der wichtigsten Veranstaltungen für die FPÖ. In den vergangenen Jahren kam es immer zu rassistischen, antisemitischen, frauenverachtenden Aussagen und solchen, die nur knapp am Verbotsgesetz vorbeischrammten. Die braunen „Ausrutscher“ von Strache & Co. sind in dieser Partei längst alltäglich. Auch 2011 fielen FPÖlerInnen mit derartiger Rhetorik auf. Sei es der Vergleich von Abtreibung mit dem Massenmord durch den norwegischen Neonazi Anders Breivik im vergangenen Juli (NRAbg. Werner Königshofer), Kontakte von Mitarbeitern in die militante Neonaziszene und zu einschlägig-rechtsextremen Versandhäusern (NR-Präsident Martin Graf), bis hin zu einer Parlamentsrede, in der Menschen, die vor dem NS-Regime flüchten mussten indirekt als „Drückeberger“ bezeichnet wurden (NRAbg. Herbert Kickl).

Die Neujahrstreffen dienen der FPÖ zum „einpeitschen“ ihrer FunktionärInnen auf die Politik des kommenden Jahres. Auf der Tagesordnung steht nicht zuletzt menschenverachtende, rassistische Hetze. Auch Spitzen des europäischen Rechtsextremismus waren in der Vergangenheit bei diesen Treffen Gäste (etwa Filip Dewinter vom belgischen Vlaams Belang). Menschen werden aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexuellen Orientierung diskriminiert und angegriffen. Beim Neujahrstreffen 2011 behauptete Strache, die „nachsichtige Ausländerpolitik“ wäre Grund für den Tod eines 3-Jährigen. Daraufhin wurde aus dem Publikum die Todesstrafe für den aus Serbien stammenden Täter gefordert.
2009 kam es anlässlich einer FPÖ-Hetzveranstaltung zu gewalttätigen Übergriffen von FPÖ-AnhängerInnen auf friedliche GegendemonstrantInnen. Auch die Ereignisse in der Nacht von 17. auf 18. Dezember 2011, bei denen ein 40-Jähriger auf einer Weihnachtsfeier von Straches Bodyguard krankenhausreif geprügelt wurde, zeigen, wie die FPÖ und ihre AnhängerInnen in brutaler Art und Weise gegen KritikerInnen vorgehen.

Geben Sie der rassistischen Hetze keinen Raum! Der Ruf Ihres Hauses würde darunter leiden, wenn es als Raum für Rassismus und Hassreden genützt werden würde. Wir fordern Sie daher auf, der FPÖ die Türe zu weisen und die Veranstaltung am 21. Jänner 2012 abzusagen!

Seien Sie versichert, dass, wenn das Neujahrstreffen trotz allem stattfinden sollte, es mit Sicherheit zu entschiedenen, friedlichen und lautstarken Protestaktionen kommen wird.

Liste der UnterzeichnerInnen bzw. Bündnis-UnterstützerInnen:
Antifa-S
Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS)
GPA-djp-Jugend
Gewerkschaftlicher Linksblock – Salzburg (GLB)
Grüne & Alternative Student_innen (GRAS)
Infoladen Salzburg
Internationaler Arbeiterverein
Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen – Jugend (FSG-Jugend)
Junge SozialdemokratInnen und SozialistInnen – Salzburg (Jusos)
Kommunistische Jugend Österreich (KJÖ)
Kommunistische Partei Österreich – Salzburg (KPÖ)
Kommunistischer StudentInnenverband (KSV)
Kurdischer Kulturverein
KZ-Verband – Salzburg
Österreichische HochschülerInnenschaft Salzburg (ÖH)
Sozialistische Jugend Österreich (SJ)
Sozialistische LinksPartei (SLP)
SUB-Salzburg
Verband Sozialistischer StudentInnen Österreichs Salzburg (VSSTÖ)

Ein weiterer Mobilisierungstext der Antifa-Salzburg:
http://antifasalzburg.wordpress.com/2011/12/29/die-fpo-soll-der-blitz-beim-scheisen-treffen
http://facebook.com/pages/Antifa-Salzburg/192383744116950

Protestbrief auf der Seite der ÖH Salzburg:
http://www.oeh-salzburg.at/cms/politik-die-wirkt/news/detailansicht/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=264&cHash=82323bb8b84bce8c058e2b1505e15310

Buchpräsentation und Diskussion: “Friede, Freude, Deutscher Eintopf
Rechte Mythen, NS-Verharmlosung und antifaschistischer Protest.”
(Herausgeber: Arbeitskreis gegen den kärntner Konsens, Wien: Mandelbaum Verlag 2011)

Seit 2005 organisierte der „Arbeitskreis gegen den kärntner Konsens“ jährlich Aktionstage gegen das rechtsextreme Ulrichsbergtreffen in Kärnten/Koroska – nun hat eine Redaktionsgruppe einen Sammelband veröffentlicht, der Recherchen zur Geschichtspolitik mit einer Reflexion der Protestpraxis verbindet. Darin wird ein inhaltlicher Bogen von der Auseinandersetzung mit der “Traditionspflege” des Bundesheeres, über die spezifisch kärntnerslowenische Geschichte von Widerstand und Verfolgung bis zur kaum diskutierten Frage nach dem Andenken von NS-TäterInnen in der Wissenschaft gespannt.

AktivistInnen des AK stellen das Buch vor und diskutieren über Protestpraxis, Recherchen und kärntner und österreichische Zustände:
11.November 19.00, Infoladen Wels Anzengruberstr. 8 Wels.
Event vom Infoladen: http://facebook.com/event.php?eid=233305220059005

Der “liberale” FPÖ-Landesrat Haimbuchner firmiert nebenbei beim rechtsextremen Witikobund als stellvertretender Vorsitzender. Gegründet von Ex-NSDAP-Kadern leugnet der konspirative Bund mal den Holocaust, mal unterwandert er die ohnehin schon rechten Sudetendeutschenverbände im rechtsextremistischen Sinne, freilich ohne in Österreich vom Verfassungsschutz verfolgt zu werden.
Für die demokratischen Parteien heißt es nun nicht nur wie üblich Rücktritte fordern oder eben nichts sagen, sondern endlich nicht mehr immer weiter rechts in Richtung FPÖ abzudriften. Das tun sie nämlich über die Jahre leider alle.

(Die Unterwanderung stößt allerdings in der in OÖ recht einflussreichen “Vertriebenszene” nicht immer auf große Gegenliebe. Weitere Details zum Witikobund auf http://ooe.kpoe.at/news/article.php/20110211140320422)

In den Medien erzeugte die Geschichte ab Freitag folgendes Echo: Der erste Artikel in Österreich, dann eine apa-Aussendung, ein Artikel bei gmx.at auf der Startseite und im Standard.
Bezeichnenderweise kam in der, eigentlich für OÖ zuständigen, OÖN bis Montag nichts zum Thema, aber da stand am 12. Februar auch nichts zu Austrofaschismus und Bürgerkrieg drinnen, sondern es wurde lieber der Beginn der Zerschlagung der Verstaatlichtenindustrie vor 25 Jahren zelebriert. Kein Wunder, denn vor der Bürgermeister-Stichwahl in Wels als schon längst bekannt war das FP-Wieser für die NVP unterschrieben hatte, wurde Wieser von den OÖN immernoch als “Liberaler” schöngeschrieben.
Die Frage, ob die FPÖ auch jetzt, im Interesse der ÖVP, geschützt werden soll, sollte erlaubt sein…

Für einen Überblick zum Thema selbst hier der erste Medienartikel:

Landeschef im Witikobund: Das Who is Who der Altrechten.
“Wahlen gewinnt man nicht links oder rechts, sondern in der Mitte”, tönte Manfred Haimbuchner beim Aufstieg an die blaue Parteispitze. Ein gemäßigtes Feigenblatt wollte er der FPÖ verpassen, sie aus dem rechten Eck holen. Doch der Flügel ist stark. Gegen braune Rülpser scheint Haimbuchner machtlos.
Antidemokraten
Doch nun stellt sich die Frage, wie ernsthaft er gegen anti­demokratische Kräfte vorgeht. Denn er leistet sich ein heimliches Hobby: Im Vereinsregister (unten) taucht er als stv. Vorsitzender des Witikobundes auf. Diese kaum bekannte, von Nationalsozialisten gegründete Splittergruppe arbeitet im Geheimen, meidet Öffentlichkeit. Wer in den ‘illustren’ Kreis will, braucht zwei Bürgen.
Anschluss Österreichs
SS-Schergen, Belgrads Gestapo-Chef und andere Eliten des Dritten Reiches finden sich unter Gründern und Aktiven. “Kontakte zur internationalen Neonaziszene sind eng”, so das Rechercheteam des Infoladen Wels. Wohl auch wegen desselben Weltbildes: Der Witikobund träumt von der “Einheit Deutschlands” – dem Anschluss Österreichs.
Rechtsextrem
Das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz verzeichnet eine “Verdichtung von Anhaltspunkten rechtsextremistischer Bestrebungen” sowie antisemitischer Hetze in den Publikationen.
Amtsbekannt
Haimbuchner ist also in “guter” Gesellschaft: Schon der umstrittene 3. Nationalratspräsident Martin Graf war Vorsitzender in Linz, nun ist es Robert Hauer – einst aktiv in dem als neonazistisch geltenden Bund freier Jugend. Und der 2. stv. Vorsitzender neben Haimbuchner: Horst Rudolf Übelacker, einst Führer des deutschen Witikobundes und Ex-Mitglied der rechtsextremen Republikaner. Der Linzer FPÖ-Gemeinderat pflegt enge Kontakte zur neonazistischen Prominenz, “Übelacker füllt ganze Aktenregale”, so deutsche Verfassungsschützer.
Signifikant: Haimbuchner hielt das Funktionärsamt geheim – selbst in Biografien. Dafür enthüllt nun ÖSTERREICH das Janusgesicht des FPÖ-Chefs. Für eine Erklärung war er nicht erreichbar.
Quelle: http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/oberoesterreich/FPOe-Manfred-Haimbuchner-fuehrt-rechten-Geheimbund/17479305

Weitere Infos und Medienecho:
http://www.klick-nach-rechts.de/gegen-rechts/2001/04/witiko.htm
http://www.klick-nach-rechts.de/gegen-rechts/2001/04/witiko02.htm
http://derstandard.at/1297216173513/Witikobund-Mitgliedschaft-FPOe-OOe-Chef-Haimbuchner-unter-Kritik
http://ooe.gruene.at/index.php?id=24745&articleid=70541
http://www.stopptdierechten.at/2011/02/11/witikobund-gauleiter-henleins-nachfolger/
ZVR-Auszug des “Witikobund” mit Haimbuchner und Co.: http://zvr.bmi.gv.at/

Während wir alle noch gespannt das Ergebnis des “Bunten Wahleinspruchs” abwarten. (Dazu siehe Reinthalers Meinung auf http://www.woo.at/Gallery/ShowItem2/167106/1/ev#scrollToItem )
Hier zuerst ein Artikel von unserer, im AntiFa-Recherche Bereich höchst aktiven, Bündnisgruppe Infoladen Wels:

“In dieser Reihe wollen wir in zwangloser Folge über die neuesten Entwicklungen im blau-braun-bunten Freiluftirrenhaus berichten:
Der Welser FP-Stadtrat Berni Wieser ist seit der Niederlage bei der Bürgermeisterwahl wieder zurück in eine Art politischen Dauerschlaf gefallen. Das ist nicht unerfreulich, sieht man doch gerade in Kärnten was die orange-blauen Politmafiosi anrichten, wenn sie ihre erworbene Macht auch ausüben und sich nicht nur auf die Entgegennahe ihrer Gehälter beschränken.

Wieser und die braunen Zecken

Durchaus neue nette Details gibts indes von der „Nationalen Volkspartei“ (NVP), deren Kandidatur zur Landtagswahl Wieser per Unterschrift ermöglichen wollte. Mittlerweile ist das Verbot des Antritts der NVP bei der Landtagswahl vom Verfassungsgerichtshof bestätigt. Der „Bundesjugendführer“ der NVP, Mario Aulabauer, sitzt nach wie vor wegen des Verdachtes auf schwere Sachbeschädigung und NS-Wiederbetätigung in U-Haft (es gilt die Unschuldsvermutung). Erst 2008 war er wegen ähnlicher Delikte verurteilt worden: unter anderem hatte er einen Würstlstand mit Ziegelsteinen beschmissen. Gegen 5 Mitglieder (also alle?) der oberösterreichischen NVP laufen ebenfalls Verfahren wegen des Verdachtes der NS-Wiederbetätigung. Eine Distanzierung von Bernhard Wieser zu diesen „braunen Zecken“ – wie Wiesers eigene Parteifreunde von der FPÖ Enns die NVP in einem Flugblatt bezeichnen! – wäre schön langsam angebracht…
…ist aber unwahrscheinlich – ja fast unmöglich. Denn überall in Oberösterreich (okay, Enns vielleicht ausgenommen) packeln Blaue mit Braunen – oder „Bunten“. Es ist offenbar auch kein Problem für mehrere Parteien gleichzeitig aktiv zu werden, was das FP-Statut eigentlich verbietet. Ein krasses Beispiel ist die Krenglbacher FP-Gemeinderätin Barbara Gunacker, Gattin des dortigen FP-Gemeindevorstandes Ing. Erwin Gunacker. Sie ist offenbar in der FP nicht ausgelastet und so gleichzeitig für die rechtsextreme Splittergruppe „Die Bunten“ aktiv. Gunacker ist Administratorin der „Bunten“-Seite bei „facebook“.

Mit Leib und Seele Nazi?
Eine von drei AdministratorInnen: Da wären noch der obligatorische Ludwig Reinthaler und der Gründer der Seite, der sich bei facebook „Günni Valhöll“ nennt (sein richtiger Name ist uns bekannt) und ein altgedienter Aktivist der oberösterreichischen Neonazi-Szene ist. Dort ist er unter seinem Spitznamen „Eigruber“ (nach dem ehemaligen NSDAP-Gauleiter von „Oberdonau“) bekannt. Auf einer rechtsextremen Flirtseite (ja, so was gibts tatsächlich!) verrrät er (username: Eigruber): „Ich bin mit Leib und Seel N…“.
„Günni Valhöll“  taucht auch bereits auf einem Foto auf, dass am 8. Oktober 2008  in der Tageszeitung „Österreich“ 2008 erschienen ist – als Anleiter beim Bogenschiessen auf einer Veranstaltung der „Freiheitlichen Jugend“ – womit sich der braun-bunt-blaue Kreis wieder mal schliessen würde.

Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs
Es gibt so Tage da tun einem diese ganzen Deppen viel mehr leid als das man sie hasst.  Heute ist ganz eindeutig so einer.Neues von der NVP: Der sich derzeit in U-Haft befindliche (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) Bundesjugendführer Mario Aulabauer ist ausgetreten. Gut ein halbes Jahr war er im NVP-Vorstand – viel länger hats dort noch kaum wer ausgehalten.
Der zum Beispiel schon: Stefan Schmalnauer, 47, Bundeskassier. Allerdings dürfte er – wie aus den von der NVP veröffentlichten polizeilichen Vernehmungsprotokollen diverser ihrer Vorstandsmitglieder hervorgeht – derzeit untergetaucht sein. Seiner facebook-Seite entnehmen wir:
„Durch den fortgesetzten und vorsätzlichen Hochverrat der Herrschenden in Österreich (und auch in der BRD) an dem Volk habe ich mich entschlossen, meine moralische Mitverantwortung an diesem kriminellen Treiben von mir zu weisen, indem ich die Selbstverwaltung der Regierung von Österreich bekanntgegeben habe.
Aha. Das ist ja lieb von ihm. Und falls er je wieder aus dem Untergrund zurückkehrt, möge er sich doch bei uns melden, eventuell kennen wir einen Arzt, der ihm helfen kann.Die Rest-NVP plant hingegen unverdrossen weiter: Für 8. Mai ist ein Trauermarsch angekündigt, wo man wieder mal ordentlich die Niederlage im Zweiten Weltkrieg bejammern will.
„65 Jahre nach Ende des letzten Weltkriegs, fordern wir ein Ende des Schuldkults und die Einführung eines zentralen, parteiunabhängigen Trauermarsches“
Also ein Trauermarsch, bei dem die Einführung eines Trauermarschs gefordert wird? Wieder eine Spitzenidee von der NVP. Interessanterweise haben schon eine ganze Reihe FP- und RFJ- Funktionäre ihr Interesse an einer Teilnahme zugesagt.

Die Bunten:
„Auch wenn es den Gutmenschen und geistig verwirrten Hohlköpfen der Linken Seite nicht passt setzen wir alles daran das Verbot zu kippen. Da hindert uns auch kein Hetzartikel von Rachbauer und seinem Infoladen. Und wenn die Bunten erst mal im Stadtrat sind wer weiß wie lange es dann den Infoladen noch gibt…“

Ein Bunter im Stadtrat, das hätte schon was für sich, so wie ein Bergpavian im Cockpit eines Düsenjets. Über die Existenz des Infoladens hingegen braucht sich niemand Sorgen zu machen: Selbst wenn die Millionensubventionen seitens des Magistrats mal weg fallen sollten, es bleiben uns die dicken Schecks aus Israel;) – damit machen wir uns jetzt ein schönes Wochenende, welches wir auch allen LeserInnen wünschen.”

(Übernommen vom Infoladen Wels)

Welche Teile gemeinsam die “AntiFa Wels” ausmachen

Das "Welser Bündnis gegen Rechtsruck" gründete sich für die Demo zur Bürgermeister-Stichwahl im Oktober 2009:
buendnis@welsgegenrechts.at

Die jungen AntiFas von "YEAH" kooperieren seit Ende 2009:
yeah@welsgegenrechts.at

Die schon ältere "Welser Initiative gegen Faschismus" findet sich auf: www.antifa.at

Kontakt zu unseren Vorträgen
• Brauntöne
• Brauntöne 2.0
Graue Wölfe
• OÖ ganz rechts
• Let's talk about Nazis
• Nicht nur ein Skin(n)viertel
gibts auf www.brauntoene.at

Geschichte von Nazis... in Wels

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