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Neonazis posieren vor Hitler-Geburtshaus – Kommunistische Jugend und Infoladen Wels dokumentieren rechtsextreme Vorfälle – „Dringendster Handlungsbedarf gegeben!“ – Antifaschistische Demonstration am 14. April

Frecher denn je treten jugendliche Neonazis in Braunau auf: Skinheads posieren vor dem Hitler-Geburtshaus für Erinnerungsfotos, Hakenkreuze werden gleich reihenweise tätowiert, SS-Symbole offen gezeigt, AntifaschistInnen mit Mord bedroht. „Die Situation ist nicht mehr tragbar“, so Lukas Haslwanter, Sprecher der Kommunistischen Jugend aus Braunau.
Der Linzer Rechtsextremismus-Experte Thomas Rammerstorfer bestätigt: „Braunau ist zur Hochburg einer neonazistischen Jugendkultur geworden. So schlimm ist es wohl sonst nirgends in Österreich, das wird ihnen auch jeder Jugendarbeiter dort bestätigen“. Die Neonazis sind in verschiedenen Kameradschaften organisiert wie dem „Sturmführerkommando“ (Sfk).
Erkennungszeichen: Alle Aktivisten haben Hakenkreuze tätowiert. Die Tatoos werden vom Braunauer Christoph B. angefertigt.
(Bild: Facebook-Namen der Neonazis des “Sturmführerkommando”)

Eine weitere Kameradschaft sind die „Autonomen Nationalisten Braunau“, die auch einen Blog betreiben. Treffpunkt der Szene ist auch der örtliche „Thorshop“ am Kirchenplatz, in dem die unter Rechtsextremen beliebte Kleidungsmarke „Thor Steinar“ vertrieben wird. Besitzer Thoralf M. posiert auch gern mal mit seinen Jungs für Erinnerungsfotos.

Viele Aktivitäten auch im Internet – Behörden untätig

Erschreckendes fördert ein Blick auf Facebook zu Tage. Hier toben sich die Jung-Nazis völlig ungeniert aus. „Ein jude sollte wie eine lampe sein hängen bei tag und brennen bei nacht“, postet etwa Hannes A. auf seiner Seite. Fast 500 FreundInnen können dies sehen, keiner widerspricht, dutzende meinen „Gefällt mir“. Auf zahlreichen Bildern posieren Neonazis, zeigen offen ihre Einstellung mit einschlägigen Abzeichen. Ein kursierendes Foto zeigt 4 Nazi-Skinheads – darunter besagter Hannes A. – vor Hitlers Geburtshaus posierend. „Die Neonazis fühlen sich völlig sicher“, meint Rammerstorfer, „und tatsächlich haben sie von den Behörden anscheinend nichts zu befürchten. Der Verfassungsschutz hat seine Arbeit mehr oder weniger eingestellt.“

Auch die lokale Polizei zeigt wenig Elan: Ein Antifaschist, der im Internet mehrfach mit Mord bedroht wurde, wurde einfach vertröstet: Das sei zuwenig für eine Anzeige.
Der Braunauer Polizeikommandant Pumberger verkündete am 5.1.2012 auch öffentlich: „Die rechtsradikale Szene im Bezirk Braunau gibt es nicht“ http://nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/braunau/art14857,791905

„Behörden und Politik müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie am rechten Auge blind sind!“, zeigt sich Haslwanter empört, „Angesichts der Gewaltbereitschaft der Braunauer Neonazi-Szene braucht es am Samstag, dem 14. April 2012, einen breiten, gemeinsamen Protest gegen Rechts!“ An diesem Datum findet auch heuer wieder die jährlich stattfindende antifaschistische Demonstration des Bündnis „braunau gegen rechts“ statt. Im vergangenen Jahr wurde dieser friedliche Protest von über 30 Braunauer Neonazis gestört.

Braunauer Neonazis von den “Bulldogs” zeigen Hitlergruß vor dem KZ Mauthausen:

Symbol der Braunauer Kameradschaft „Sturmführerkommando“ (Christoph B. aus Braunau):

Zwei Braunauer Neonazis die ganz offen SS-Symbole zeigen:

Auch Kontakte zum militanten Blood&Honour-Netzwerk scheinen zu existieren:

Harald N. beim zeigen des Hitlergrußes:

Sehr junger Neonazi aus dem Raum Braunau:

Fotos/Beschreibungen ohne Gewähr übernommen von: http://kjoe.at/?p=953

Quelle dieser gemeinsamen Presseaussendung von KJÖ und Infoladen Wels vom 26. Jänner 2012:
http://kvinfoladenwels.wordpress.com/2012/01/26/%E2%80%9Ebraunau-hochburg-gewalttatiger-neonazis

Artikel zum Thema auch hier:
http://www.stopptdierechten.at/2012/01/22/oberndorf-szbg-rechte-gewalt-%E2%80%9Evon-auswarts%E2%80%9C

Artikel zum Innviertel:
http://wp.welsgegenrechts.at/category/innviertelgegenrechts-at

Das Neujahrstreffen der FPÖ findet dieses Jahr in Salzburg statt. Erfreulicherweise gibt es diesmal eine antifaschistische Gegendemonstration!

Samstag, 21. Jänner 2012, 11:00
Treffpunkt: Salzburg, Neue Mitte Lehen, Schumacherstr.
Anschließend Demonstrationszug zur Salzburgarena.
Event: http://facebook.com/events/203697466380023

Die “Neue Mitte Lehen” findet sich bei der Stadt:Bibliothek Salzburg, Schumacherstraße 14:
http://maps.google.com/maps/place?hl=en&cid=16876063998851885923&ved=0CBgQjAVIAA&sa=X&ei=Lk8TT5jdCNm4_AaL8byPCw

Anreise aus OÖ: Rechtzeitig zur Demo mit dem ÖBB OIC 860:
Abfahrten: Steyr 8:47, Linz 9:32, Wels 9:45, Vöcklabruck 10:07.
Dann zur Station “Schule Lehen”, O-Bus 1 Richtung Salzburgarena/Messe.

Gegendemo 2006 in Wels: Erwähnt werden soll hier auch, dass vor 6 Jahren in der Messe Wels ebenfalls eine Gegendemo stattfand. Es war in den 2000er-Jahren die erste AntiFa-Demo in Wels, noch lange vor “Wieser verhindern”…
“Sonntag, der 15. Jänner 2006, halb 10 Uhr morgens, in Wels: Etwa 50 AntifaschistInnen der SJ Wels, der SJ Stadl-Paura/Lambach, des alevitischen Kulturvereins und der ATIGF trotzten fast 2 Stunden der klirrenden Kälte und lieferten WC Strache und seiner FPÖ beim “Neujahrsempfang” einen lautstarken Empfang.” http://roteswels.at/?m=200601

Infos der FPÖ selbst: Salzburgarena: Neujahrstreffen mit HC Strache!
ab 11 Uhr mit der John Otti Band, ab 13:15 Uhr Rede von HC Strache
http://facebook.com/events/333254333369915
http://www.fpoe.at/spezialseiten/termine-detailansicht/?eventID=1739&cHash=2414afdd7d4c60074e2fa9a4a1423903

Offener Protestbrief gegen das FPÖ-Neujahrstreffen in der Salzburgarena:

An: Henrik Häcker (Geschäftsführer des Messezentrum Salzburg)
Petra Pienert (Leiterin Gastveranstaltungen)
Heinz Schaden (Aufsichtsratsvorsitzender; Bürgermeister der Stadt Salzburg)

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wie wir erfahren haben, findet am 21.01.2012 das Neujahrstreffen der Freiheitlichen Partei in der Salzburgarena statt.

Wir, die Unterzeichnenden, protestieren auf das Entschiedenste gegen die Abhaltung dieser Veranstaltung! Das Neujahrstreffen ist eine der wichtigsten Veranstaltungen für die FPÖ. In den vergangenen Jahren kam es immer zu rassistischen, antisemitischen, frauenverachtenden Aussagen und solchen, die nur knapp am Verbotsgesetz vorbeischrammten. Die braunen „Ausrutscher“ von Strache & Co. sind in dieser Partei längst alltäglich. Auch 2011 fielen FPÖlerInnen mit derartiger Rhetorik auf. Sei es der Vergleich von Abtreibung mit dem Massenmord durch den norwegischen Neonazi Anders Breivik im vergangenen Juli (NRAbg. Werner Königshofer), Kontakte von Mitarbeitern in die militante Neonaziszene und zu einschlägig-rechtsextremen Versandhäusern (NR-Präsident Martin Graf), bis hin zu einer Parlamentsrede, in der Menschen, die vor dem NS-Regime flüchten mussten indirekt als „Drückeberger“ bezeichnet wurden (NRAbg. Herbert Kickl).

Die Neujahrstreffen dienen der FPÖ zum „einpeitschen“ ihrer FunktionärInnen auf die Politik des kommenden Jahres. Auf der Tagesordnung steht nicht zuletzt menschenverachtende, rassistische Hetze. Auch Spitzen des europäischen Rechtsextremismus waren in der Vergangenheit bei diesen Treffen Gäste (etwa Filip Dewinter vom belgischen Vlaams Belang). Menschen werden aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexuellen Orientierung diskriminiert und angegriffen. Beim Neujahrstreffen 2011 behauptete Strache, die „nachsichtige Ausländerpolitik“ wäre Grund für den Tod eines 3-Jährigen. Daraufhin wurde aus dem Publikum die Todesstrafe für den aus Serbien stammenden Täter gefordert.
2009 kam es anlässlich einer FPÖ-Hetzveranstaltung zu gewalttätigen Übergriffen von FPÖ-AnhängerInnen auf friedliche GegendemonstrantInnen. Auch die Ereignisse in der Nacht von 17. auf 18. Dezember 2011, bei denen ein 40-Jähriger auf einer Weihnachtsfeier von Straches Bodyguard krankenhausreif geprügelt wurde, zeigen, wie die FPÖ und ihre AnhängerInnen in brutaler Art und Weise gegen KritikerInnen vorgehen.

Geben Sie der rassistischen Hetze keinen Raum! Der Ruf Ihres Hauses würde darunter leiden, wenn es als Raum für Rassismus und Hassreden genützt werden würde. Wir fordern Sie daher auf, der FPÖ die Türe zu weisen und die Veranstaltung am 21. Jänner 2012 abzusagen!

Seien Sie versichert, dass, wenn das Neujahrstreffen trotz allem stattfinden sollte, es mit Sicherheit zu entschiedenen, friedlichen und lautstarken Protestaktionen kommen wird.

Liste der UnterzeichnerInnen bzw. Bündnis-UnterstützerInnen:
Antifa-S
Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS)
GPA-djp-Jugend
Gewerkschaftlicher Linksblock – Salzburg (GLB)
Grüne & Alternative Student_innen (GRAS)
Infoladen Salzburg
Internationaler Arbeiterverein
Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen – Jugend (FSG-Jugend)
Junge SozialdemokratInnen und SozialistInnen – Salzburg (Jusos)
Kommunistische Jugend Österreich (KJÖ)
Kommunistische Partei Österreich – Salzburg (KPÖ)
Kommunistischer StudentInnenverband (KSV)
Kurdischer Kulturverein
KZ-Verband – Salzburg
Österreichische HochschülerInnenschaft Salzburg (ÖH)
Sozialistische Jugend Österreich (SJ)
Sozialistische LinksPartei (SLP)
SUB-Salzburg
Verband Sozialistischer StudentInnen Österreichs Salzburg (VSSTÖ)

Ein weiterer Mobilisierungstext der Antifa-Salzburg:
http://antifasalzburg.wordpress.com/2011/12/29/die-fpo-soll-der-blitz-beim-scheisen-treffen
http://facebook.com/pages/Antifa-Salzburg/192383744116950

Protestbrief auf der Seite der ÖH Salzburg:
http://www.oeh-salzburg.at/cms/politik-die-wirkt/news/detailansicht/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=264&cHash=82323bb8b84bce8c058e2b1505e15310

Welche Teile gemeinsam die “AntiFa Wels” ausmachen

Das "Welser Bündnis gegen Rechtsruck" gründete sich für die Demo zur Bürgermeister-Stichwahl im Oktober 2009:
buendnis@welsgegenrechts.at

Die jungen AntiFas von "YEAH" kooperieren seit Ende 2009:
yeah@welsgegenrechts.at

Die schon ältere "Welser Initiative gegen Faschismus" findet sich auf: www.antifa.at

Kontakt zu unseren Vorträgen
• Brauntöne
• Brauntöne 2.0
Graue Wölfe
• OÖ ganz rechts
• Let's talk about Nazis
• Nicht nur ein Skin(n)viertel
gibts auf www.brauntoene.at

Geschichte von Nazis... in Wels

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